Studien und Reporte

Gesundheitsreport 2010

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Arbeitsunfähigkeitsgeschehen

Der Gesundheitsreport 2010 informiert über das Arbeitsunfähigkeitsgeschehen von rund 1,4 Millionen bei der Barmer versicherten Beschäftigten, die im Jahr 2009 in 2,9 Millionen Fällen krankheitsbedingt der Arbeit fernblieben.

Im Jahr 2009 entfielen von allen krankheitsbedingten Fehltagen auf:

  • Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems: 23,0 Prozent
  • Psychische und Verhaltensstörungen: 17,6 Prozent
  • Erkrankungen des Atmungssystems: 16,0 Prozent
  • Verletzungen und Vergiftungen: 8,0 Prozent

Die durchschnittliche Erkrankungsdauer betrug für:

  • Neubildungen (Krebserkrankungen): 42,2 Tage
  • Psychische und Verhaltensstörungen: 40,5 Tage
  • Muskel-Skelett-Erkrankungen: 21,9 Tage
  • Krankheiten des Kreislaufsystems: 21,8 Tage
  • Verletzungen und Vergiftungen: 20,4 Tage

Die durchschnittliche Erkrankungsdauer für Krebserkrankungen (Neubildungen) ist gegenüber 2008 gleich geblieben. Für Psychische und Verhaltensstörungen ist eine weitere Steigerung gegenüber den beiden Vorjahren (2008: 39,1 Tage, 2007: 35,3 Tage) zu verzeichnen. Muskel-Skelett-Erkrankungen und Krankheiten des Kreislaufsystems liegen etwas höher als im letzten Jahr (2008: jeweils 21,2 Tage).

Der Gesundheitsreport 2010 "Gesundheitskompetenz in Unternehmen stärken, Gesundheitskultur fördern" liefert Herangehensweisen zur Darstellung von Gesundheitskompetenz und zeigt Wege auf zu ihrer Verbesserung.

Gesundheitskompetenz

Wie gut können Menschen Krankheiten bewältigen und ihre Gesundheit erhalten? Setzen sich Männer und Frauen unterschiedlich mit Gesundheit auseinander? Warum gehen Arbeitnehmer krank zur Arbeit? Solche Fragen standen im Mittelpunkt einer Internetbefragung zur Gesundheitskompetenz, die Wissenschaftler des Kompetenzzentrums für Fortbildung und Arbeitsgestaltung der Bergischen Universität Wuppertal im Frühjahr 2010 im Auftrag der Barmer GEK durchgeführt haben.

Ergebnisse der Internetstudie zur Gesundheitskompetenz

Insbesondere für Unternehmen und Organisationen liefert die Studie nützliche Hinweise. Eine gesunde Arbeitssituation fördert individuelle Gesundheitskompetenz, sie führt privat und beruflich zu mehr Wohlbefinden und besserer Gesundheit.

Auffällig sind die Ergebnisse zur geschlechterspezifischen Gesundheitskompetenz: Bei Frauen steigt die Kompetenz mit dem Alter an, bei Männern bleibt sie relativ konstant. Frauen mit hoher Gesundheitskompetenz informieren sich mehr über gesundheitsrelevante Themen und zeigen eine hohe Vorsorgeorientierung. Bei Männern mit hoher Gesundheitskompetenz zeigt sich dagegen eine auffällige Abweichung. Sie beteiligen sich vergleichsweise selten an Gesundheits-Checks. Die Vorsorgeorientierung ist genauso niedrig ausgeprägt wie bei Männern mit niedriger Gesundheitskompetenz.

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