Alexander Schmidtke ist Hauptgeschäftsführer der Regiomed-Kliniken. Foto: Regiomed
STANDORTinfo für Thüringen

Drei Fragen an ...

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... Alexander Schmidtke, Hauptgeschäftsführer der Regiomed Kliniken, die in Thüringen Standorte in Hildburghausen, Neuhaus am Rennweg und Sonneberg haben. Im Kurzinterview blickt er auf das Krankenhauszukunftsgesetz, mit dem Krankenhäuser in moderne Notfallkapazitäten, die Digitalisierung und IT-Sicherheit investieren können. 

Herr Schmidtke, mit dem Investitionsprogramm verschafft Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den Krankenhäusern ein digitales Update. Was halten Sie davon?

Allgemein kann man sagen, dass durch das Krankenhauszukunftsgesetz dringend notwendige Investitionen in die informationstechnische Ausstattung der Notaufnahmen, die digitale Infrastruktur, die Informationssicherheit und zuverlässige regionale Versorgungsstrukturen gefördert werden. Für die Regiomed-Kliniken ist es aufgrund der historisch gewachsenen IT extrem hilfreich. Dieses Förderprogramm ermöglicht es uns, die Digitalisierung maßgeblich im Sinne der Patientenversorgung und -sicherheit voranzutreiben. Ziel ist es, die digitale Vernetzung und Integration des Gesamtverbundes auf eine virtuelle Gesundheitsplattform zu heben, wobei auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie sonstige gesundheitliche Leistungserbringungen einbezogen werden sollen.

Wohin geht die Reise für die Regiomed-Kliniken in Thüringen? 

Als länderübergreifender Verbund mit Standorten in Bayern und Thüringen werden wir gerade für die Einrichtungen in Südthüringen versuchen, die ländliche Versorgung aufgrund der gegebenen strukturellen Kriterien noch stärker anzubinden: beispielsweise für das Zukunftsmodell in der Geriatrie am Standort Hildburghausen – oder durch die Stärkung des Klinikums in Sonneberg mit der Orthopädie und der Erweiterung des angiologischen Spektrums sowie durch die allgemeine digitale Anbindung des Standortes in Neuhaus am Rennweg. Die Digitalisierung wird auch dabei behilflich sein, mehr Empathie und Transparenz ins gesamte Gesundheitssystem und unseren Verbund zu bringen – für Ärztinnen und Ärzte, Pflegende und für die Patientinnen und Patienten.

Wird das Geld aus dem Investitionsprogramm ausreichen?

Uns geht es wie vielen anderen Kliniken im ländlichen Raum: Aufgrund der umfangreichen strukturellen Veränderungen im Sinne der Patientenversorgung werden weitere Investitionen in Gerätschaften und Baumaßnahmen sowie zur Fachkräftebindung und -gewinnung zwingend benötigt und eingesetzt werden müssen. Ob die von Bund und Ländern zur Verfügung gestellten Mittel ausreichen, darf bezweifelt werden. Allerdings ist das Krankenhauszukunftsgesetz ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Das Interview führte Patrick Krug, Landespressesprecher der Barmer Thüringen.

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