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Barmer startet landesweites Modellprojekt "Gesund arbeiten in Thüringen"

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In Thüringen sollen in den nächsten Jahren innovative Strukturen und Instrumente für mehr Gesundheit am Arbeitsplatz entwickelt werden - als Pilotregion für weitere Bundesländer. Dieses Ziel hat sich das neue Modellvorhaben „Gesund arbeiten in Thüringen“ gesetzt. Dabei handelt es sich um ein großangelegtes Kooperationsprojekt der Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin e.V. (DGAUM) mit der Barmer.

Heike Werner hält Vortrag

Ministerin Heike Werner übernimmt die Schirmherrschaft für das Modellprojekt.

Unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsministerin Heike Werner hat sich „Gesund arbeiten in Thüringen“ das Ziel gesteckt, Prävention und Gesundheitsförderung mit dem Bereich Arbeitsschutz besser zu verknüpfen und neue Angebote für Betriebe zu schaffen. Zielgruppe sind insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), in denen es oft an Strukturen für eine nachhaltige, betriebliche Gesundheitsförderung fehlt.

"Thüringen eignet sich aufgrund der ländlichen Struktur und mittelständisch geprägten Wirtschaft hervorragend als Modellregion und verfügt über ein großes Weiterentwicklungspotential“, erklärte Birgit Dziuk zur Auftaktveranstaltung am 6. April in Erfurt. Zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Politik und Gesundheitswesen stellte Prof. Dr. Hans Drexler, Präsident der DGAUM, die Grundzüge des Projekts vor: „Langfristig geht es darum gute Ideen und gemeinsame Lösungen für Thüringen zu entwickeln und dann auf andere Regionen in Deutschland zu übertragen.“

Dreh- und Angelpunkt des Projekts sind Arbeitsmediziner, Betriebs- und niedergelassene Ärzte. Gemeinsam soll es dabei gelingen regionale Gesundheitsakteure besser zu vernetzen und niedrigschwellige Angebote für Unternehmen aus einer Hand zu schaffen.

Ein für den ländlichen Raum besonders wichtiger Hebel des Modellprojekts sind telemedizinische Strukturen. „Kleine Betriebe brauchen manchmal nur einen arbeitsmedizinischen Rat, beispielsweise zum Mutterschutz, oder sie haben Fragen zu Impfungen. Für diesen Bedarf wollen wir leicht zugängliche Angebote schaffen“, erklärt Prof. Dr. Drexler. Im Mittelpunkt steht dabei ein arbeitsmedizinischer Konsilservice, beispielsweise als Chat oder Online-Sprechstunde. Dies ermöglicht es Arbeitgebern direkt mit kompetenten Ansprechpartnern Kontakt aufzunehmen. Dies bedeute für die Praxis ein schnelleres Diagnoseverfahren, so Projektpartner Sean Monks, dessen Agentur auch das pädiatrische Telekonsil der Barmer „PädExpert“ aufgebaut hat.

Das Modellvorhaben ist auf fünf Jahre angelegt. Aufbauen möchte das Projekt dabei auf einer bereits 2013 gebildeten Forschungsgruppe unter der Verantwortung von Prof. Dr. Heike Kraußlach, von der EAH Jena. Sie stellte bei der Auftaktveranstaltung das „Netzwerk gesunde Arbeit in Thüringen“ vor, das Thüringer KMU ebenfalls bei der Einführung und Umsetzung gesundheitsförderlicher Arbeitsmaßnahmen unterstützt.

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