Cover Bildband über die "unsichtbare Krankheit" Depression
STANDORTinfo für Thüringen

Depression - die „unsichtbare Krankheit“

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Wie fasst man das Unsagbare in Worte? Manchmal geht es am Besten in Bildern: Die „unsichtbare Krankheit“ Depression trifft viele Menschen im Laufe ihres Lebens. Allmählich rückt sie zum Glück aus der gesellschaftlichen Tabuzone heraus. Einen Beitrag dazu leisten soll der neue Bildband „Mal gut, mehr schlecht.“ der Erfurter Fotografin Nora Klein. Entstanden ist er mit Hilfe der Deutschen DepressionsLiga e.V., der Barmer GEK und der Town & Country Stiftung. Das Buch wird heute in Berlin beim DGPPN-Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie vorgestellt. Im kommenden April ist eine begleitende Ausstellung der Fotografien im Kunsthaus Erfurt geplant.

In ihrem fotografischen Projekt stand Nora Klein über eineinhalb Jahre im vertrauensvollen Austausch mit Betroffenen. „Wer noch nie an einer Depression erkrankt ist, kann sich nicht vorstellen, wie sehr es das Leben verändert. Viele sehen einen Ausweg nur im Selbstmord“, erklärt Klein. „Betroffene ziehen sich oft zurück, können sich anderen schlecht mitteilen und fühlen sich nicht ernst genommen. Gemeinsam mit den Betroffenen habe ich deshalb nach einer Möglichkeit gesucht, um diese unsichtbare Krankheit in Bilder fassen zu können.“

Barmer GEK Landesgeschäftsführer Hermann Schmitt freut sich, dass über die Selbsthilfeförderung ein einzigartiges Projekt unterstützt werden konnte.

Das Thema Depression hat eine enorme gesellschaftliche Relevanz. In Thüringen kommen psychische Erkrankungen, allen voran depressive, bei Krankschreibungen bereits an dritter Stelle. Hier wollen wir gegensteuern und beispielsweise Arbeitgeber verstärkt sensibilisieren.“ Laut Robert-Koch-Institut berichten zehn Prozent aller Frauen und sechs Prozent der Männer, dass bei Ihnen in den letzten 12 Monaten eine Depression oder depressive Verstimmung bestand.

Für Selbsthilfegruppen, Betroffene und ihre Angehörigen, Kliniken und Therapeuten steht eine begrenzte Sonderauflage zur kostenlosen Verteilung zur Verfügung. Anfragen bitte an:

Deutsche DepressionsLiga e.V.
Postfach 1151
71405 Schwaikheim
Mail: w.rinke@depressionsliga.de

Kontakt für die Presse:

Patrick Krug
Telefon: 0361 78 95 26 01
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