Darmkrebstest wird in Thüringen kaum genutzt

Erfurt, 7. Januar 2019 – Immer mehr Thüringer nehmen offenbar das Thema Vorsorge gegen Darmkrebs nicht ernst genug. Dabei zählt Darmkrebs neben Haut- und Brustkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen.

Neuer Test für Darmkrebs

Aus Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenkassen geht hervor, dass der Stuhltest zur Früherkennung zunehmend seltener in Anspruch genommen wird. In den Jahren 2012 bis 2016 ist die Zahl der Thüringerinnen und Thüringer, die diesen Test gemacht haben, um 11,1 Prozent gesunken.

Im Vergleich der mitteldeutschen Bundesländer ist das der stärkste Rückgang. In Sachsen sind die Zahlen lediglich um 5,3 Prozent und in Sachsen-Anhalt um 7,1 Prozent gesunken.

„Mittlerweile sind die Stuhltests dank eines neuen Testverfahrens sehr zuverlässig“, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Thüringen. „Alle Versicherten ab 50 Jahre, ganz gleich welcher Krankenkasse, können den Stuhltest jährlich beim Haus- oder Facharzt machen und auf diesem Wege sichergehen, dass eine mögliche Erkrankung frühzeitig erkannt wird“, so Birgit Dziuk weiter.

Ab 55 Jahren kann jeder selbst entscheiden, entweder alle zehn Jahre eine Darmspiegelung oder alle zwei Jahre den Stuhltest zu machen. Die Kosten dafür übernimmt die Krankenkasse.

Statistische Daten des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert-Koch-Institut verdeutlichen, dass mehr Männer als Frauen an Darmkrebs erkranken. Allerdings haben 2016 lediglich 7,4 Prozent der Thüringer Männer über 50 den Test gemacht. Bei den Frauen sind es immerhin 14,6 Prozent.

201220162012-2016
Frauen91.99783.780-8,9%
Männer43.68336.870-15,6%
Thüringen135.680120.650-11,1%

Anzahl Stuhltests aus Abrechnungszahlen der GKV

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Webcode dieser Seite: p011015 Autor: BarmerErstellt am: 04.01.2019 Letzte Aktualisierung am: 04.01.2019
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