Das Bild zeigt eine Frau, die mit einer Erkältung im Bett liegt und sich die Nase putzt.
Pressemitteilung aus Thüringen

Corona hat Thüringen besonders hart getroffen

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Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Thüringen. Foto: Michael Reichel

Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Thüringen. Foto: Michael Reichel

Erfurt, 24. Februar 2022 – Thüringen war im Jahr 2021 besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Das geht aus einer Analyse der Barmer zu den Krankschreibungen hervor. Demnach erreichte die Coronawelle in der Woche vom 13. bis 19. Dezember (KW 50) ihren Höhepunkt. Von 10.000 Barmer-Versicherten mit Anspruch auf Krankengeld waren in dieser Woche in Thüringen 178 krankgeschrieben. Noch mehr waren es nur in Sachsen mit 216 je 10.000. Der bundesweite Schnitt lag bei lediglich 60 von 10.000 Personen. „Über den ganzen Jahresverlauf hinweg liegen die Krankschreibungen wegen einer Covid-19 Infektion in Thüringen deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die Ursachen hierfür dürften vielseitig sein. Neben der Impfquote spielt dabei auch die Beschäftigungsstruktur eine Rolle. In vielen Branchen können Beschäftige nicht im Homeoffice arbeiten und unterliegen deshalb einem erhöhten Ansteckungsrisiko“, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der Barmer Thüringen.

Krankschreibungen im Winter achtmal mehr als im Sommer

Im Jahresdurchschnitt waren in Thüringen je Kalenderwoche 451 Barmer-Versicherte wegen Covid-19 arbeitsunfähig gemeldet. Zwischen dem 23. und 29. August (KW 34) lagen die Krankenmeldungen mit rund 170 am niedrigsten. Dieser Wert hat sich bis Ende des Jahres verachtfacht und lag zwischen dem 13. bis 19. Dezember mit rund 1.350 krankgeschriebenen Barmer-Versicherten am höchsten.

Frauen häufiger als Männer wegen Corona krankgeschrieben

Wie aus der Analyse der Barmer weiter hervorgeht, waren im Jahr 2021 bundesweit durchgängig mehr Frauen als Männer wegen Corona krankgeschrieben. So auch in der 50. Kalenderwoche, als in Thüringen die Zahl der Krankgeschriebenen ihren Höhepunkt erreichte. 58,5 Prozent der Krankschreibungen entfielen in dieser Woche auf Frauen. „Frauen arbeiten häufiger in sozialen Berufen als Männer, etwa in der Pflege. Hier kommen sie eher mit dem Coronavirus in Kontakt und erkranken daran“, sagt Barmer-Landeschefin Birgit Dziuk. Eine weitere Ursache für mehr Corona-Infektionen bei Frauen sei, dass sie häufiger in der Familie die Pflege von erkrankten Personen übernehmen.

Dritte Corona-Welle trifft ältere Beschäftigte, vierte Welle die jüngeren

Laut der Barmer-Analyse hat die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr die Beschäftigten je nach Altersgruppe unterschiedlich stark getroffen. Während der zweiten und dritten Welle waren die älteren Thüringerinnen und Thüringer doppelt so häufig wegen Corona krankgeschrieben als die jüngeren. Vom 17. bis 23. Januar (KW 3) waren unter den Thüringer Beschäftigten ab 60 Jahren 94 von 10.000 Barmer-Versicherten arbeitsunfähig. Bei den Unter-20-Jährigen und bei den 20- bis 39-Jährigen traf dies auf etwa 44 bis 54 von 10.000 Personen zu. In der vierten Welle kehrte sich dieser Trend um. So seien in der Kalenderwoche 50 vom 13. bis 19. Dezember bei den Unter-20-Jährigen 224 von 10.000 und bei der Gruppe ab 60 Jahren 212 je 10.000 Barmer-Versicherte mit Krankengeldanspruch arbeitsunfähig gemeldet gewesen. 

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