STANDORTinfo für Schleswig-Holstein

Blutspende-App mit Mehrwert

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Pünktlich zum diesjährigen Weltblutspendetag am 14.06.20 war sie fertig: die neue Blutspende-App des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH). Damit ist das UKSH das erste Krankenhaus in Deutschland, das den Blutspendern per App detaillierte Informationen wie die Blutgruppe oder wichtige Laborwerte wie etwa den Hämoglobin-Wert der letzten Blutspende zur Verfügung stellt. Als ganz besonderes Feature werden die Blutspender benachrichtigt, wenn ihre Spende für eine Bluttransfusion genutzt wurde.

Blutspende im Blutspendezentrum UKSH, von links nach rechts Prof. Dr. Siegfried Görg, Dr. Bernd Hillebrandt, Peter Pansegrau

Als regelmäßiger Blutspender hat sich der Landesgeschäftsführer der Barmer in Schleswig-Holstein, Dr. Bernd Hillebrandt, die Blutspende-App heruntergeladen und zur Unterstützung selbst Blut gespendet. „Ich finde es einfach großartig, dass ich benachrichtigt werde, wenn meine Spende für eine Bluttransfusion genutzt wurde. Das Wissen, dass mit meiner Spende einem anderen Menschen geholfen werden konnte, gibt mir ein gutes Gefühl“, sagt Hillebrandt.

Peter Pansegrau, Kaufmännischer Vorstand des UKSH, kommentiert: „Die erste Blutspende-App eines Krankenhauses bundesweit ist ein Must-have für alle, die ihren individuellen Beitrag zur Versorgung unserer Patienten leisten möchten. Wir freuen uns über das Engagement der Barmer, die die gute Sache unterstützt.“ Prof. Dr. Siegfried Görg, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin am UKSH, ergänzt: „Gerade auch junge Menschen engagieren sich zunehmend für gesellschaftliche Herausforderungen. Diesen möchten wir den zeitgemäßen Zugang erleichtern, Lebensretter zu werden.“

Die Ressource Blut wird knapp

In Schleswig-Holstein erhalten fast sieben Prozent der Patientinnen und Patienten bei einer Operation eine Bluttransfusion. Das ist mehr als im Bundesdurchschnitt, der bei 6,6 Prozent liegt. Darüber hinaus gibt es immer weniger Blutspender während aufgrund der älter werdenden Gesellschaft der Blutbedarf stetig ansteigt. Dies ist gleichzeitig auch eine Ursache des Negativtrends. Denn immer mehr langjährige Spender kommen aufgrund der Altersgrenze als Spender nicht mehr infrage. „Es muss gelingen, mehr junge Menschen von der Blutspende zu überzeugen. Die Blutspende-App ist da genau der richtige Ansatz. Sie bietet neben vielen Informationen auch konkrete Mehrwerte. Die Spende-App weist zum Beispiel darauf hin, wenn ein Spendentermin verschoben werden muss und erspart mir so die unnötige Anfahrt zum Blutspendezentrum“, sagt Hillebrandt.

Darstellung der Informationsseite der Blutspende-App

Die Blutspende-App wurde in Zusammenarbeit mit dem Kieler Healthcare Start-Up  Tricode entwickelt. Bislang haben sich über 6.600 Personen die App runtergeladen und am UKSH mehr als 3.300 Spender/innen für die Nutzung registriert. Download-Link: https://blutspende.sh/download.html

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