Pressemitteilung aus Schleswig-Holstein

Weniger Krebsvorsorge in Schleswig-Holstein wegen Corona

Lesedauer unter 2 Minuten

Kiel, 3. Februar 2021 – Deutlich weniger Menschen in Schleswig-Holstein waren im vergangenen Jahr bei der Krebsvorsorge. Das geht aus einer Analyse der Abrechnungsdaten der Barmer anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar hervor. Vergleicht man jeweils das zweite Quartal der Jahre 2019 und 2020, also den Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni, so zeigen die Abrechnungsdaten der Barmer bei der Prostatakrebsfrüherkennungsuntersuchung der Männer einen Rückgang von 21 Prozent. Die Krebsvorsorgeuntersuchung der Frauen ging im gleichen Zeitraum unter den Barmer-Versicherten in Schleswig-Holstein um knapp 13 Prozent zurück. Die Darmkrebsvorsorge wurde von Frauen und Männern im hohen Norden um fünf Prozent weniger in Anspruch genommen. „Es mag verständlich sein, dass Bürgerinnen und Bürger aus Sorge vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus entsprechende Untersuchungen möglicherweise auslassen oder aufschieben. Im Zusammenhang mit der Krebsfrüherkennung sind diese Zahlen besorgniserregend“, sagt Dr. Bernd Hillebrandt, Landesgeschäftsführer der Barmer in Schleswig-Holstein.

Hautkrebs-Früherkennung deutlich weniger in Anspruch genommen

Auch bei der Früherkennung von Hautkrebs verzeichnet die Barmer im Vergleich der zweiten Quartale einen deutlichen Rückgang. 2020 ließen sich insgesamt 20 Prozent bei der Barmer versicherten Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner weniger untersuchen als 2019. „Ich empfehle allen, die ihre Krebsvorsorge aus Angst vor einer Infektion oder wegen eingeschränkt geöffneter Arztpraxen verschoben haben, die wichtigen Untersuchungen so bald wie möglich nachzuholen. Keinesfalls sollte hiermit auf das Ende der Pandemie gewartet werden, im Ernstfall könnte dadurch wertvolle Zeit verloren gehen“, so Hillebrandt. „Das Ziel von Früherkennungsprogrammen ist es schließlich, den Krebs in einem prognostisch günstigen Stadium zu entdecken und dadurch die Therapiebelastung und die Sterblichkeit zu senken.“

Nach wie vor ist Krebs die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Zu den häufigsten Krebserkrankungen gehören hierzulande laut Krebsgesellschaft Darmkrebs sowie Brustkrebs bei den Frauen und Prostatakrebs bei den Männern. Die Kosten für die Früherkennungsuntersuchung werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Mehr zur Krebsfrüherkennung unter: www.barmer.de/gesundheit-verstehen/krebs

Kontakt für die Presse:

Torsten Nowak
Pressesprecher Barmer Schleswig-Holstein
Telefon: 0800 333 004 656-631
E-Mailpresse.sh@barmer.de
Twitter: twitter.com/BARMER_SH

Nach oben