Pressemitteilungen 2022

Starker Anstieg bei akuten Atemwegserkrankungen

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Kiel, 26. Juli 2022 – Der weiter anhaltende Aufwärtstrend bei den Corona-Infektionen zeigt sich immer deutlicher auch bei den Krankschreibungen in Schleswig-Holstein. Nach einem Tiefstand von 83 Arbeitsunfähigen je 10.000 Barmer-Versicherte in der 23. Kalenderwoche (5. bis 11. Juni) stieg die Zahl innerhalb von nur vier Wochen bis zur 27. Kalenderwoche (3. bis 9. Juli) um über 170 Prozent auf 225 Beschäftigte je 10.000 Barmer-Versicherte mit Anspruch auf Krankengeld, die wegen einer Sars-Cov-2-Infektion krankgeschrieben waren. Das übertrifft selbst den Spitzenwert von Ende März 2022, der bei 196 coronabedingten Arbeitsunfähigen je 10.000 Barmer-Versicherte lag. „Neben stark ansteigenden Krankmeldungen wegen einer Corona-Erkrankung sehen wir diesen Trend auch bei allgemeinen Atemwegserkrankungen. Das kann mehrere Ursachen haben, unter anderem wohl auch, dass es im Unterschied zum Vorjahr keine Homeoffice-Pflicht mehr gibt. Wer mehr Kontakte im Büro hat, der hat ein höheres Infektionsrisiko. Möglicherweise haben Beschäftigte im letzten Jahr bei Husten, Schnupfen oder einem anderen Atemwegsinfekt auch auf eine Krankmeldung verzichtet, wenn sie von zu Hause gearbeitet haben“, sagt Dr. Bernd Hillebrandt, Landesgeschäftsführer der Barmer in Schleswig-Holstein.

Atemwegserkrankungen mehr als versiebenfacht

Die Zahl der Atemwegserkrankungen ohne Corona sei zuletzt hierzulande knapp viermal so hoch gewesen wie im vergangenen Jahr. Zu den 225 Fällen, die wegen einer Corona-Erkrankung arbeitsunfähig waren, kämen in Schleswig-Holstein auf 10.000 Versicherte in der ersten Juliwoche noch einmal 190 Fälle, die wegen einer anderen Atemwegserkrankung krankgeschrieben wurden – im Vergleich dazu wären es im Vorjahr lediglich 48 gewesen. Mit Corona-Fällen läge die Zahl in derselben Kalenderwoche 27 bei 415 Fällen pro 10.000 Versicherte. „Gegenüber dem Vorjahr zeigt sich damit insgesamt eine deutliche Steigerung bei den Atemwegserkrankungen um über das Siebenfache", sagt Dr. Bernd Hillebrandt in Bezug auf die Zahlen der ersten Juliwoche. 

Service für Redaktionen:
Interaktive Grafik mit Diagnosedaten akuter Atemwegserkrankungen bei Barmer-Versicherten (differenzierbar nach Diagnosen, Jahren, Geschlecht, Altersgruppen und Bundesländern) unter: https://www.bifg.de/Y925XK

Kontakt für die Presse:

Torsten Nowak
Pressesprecher Barmer Schleswig-Holstein
Telefon: 0800 333 004 656-631
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