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Bluthochdruck: Mehr als jeder Vierte in Schleswig-Holstein betroffen

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Kiel, 25. August 2020 – Mehr als ein Viertel der Schleswig-Holsteiner, 27,2 Prozent, hat laut Barmer-Arztreport 2020 die Diagnose Bluthochdruck erhalten. In Schleswig-Holstein leiden damit 786.000 Menschen an einer sogenannten Hypertonie. „Das Gefährliche an Bluthochdruck ist, dass er keine Schmerzen verursacht, aber zu lebensgefährlichen Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann“, sagt Dr. Bernd Hillebrandt, Landesgeschäftsführer der Barmer in Schleswig-Holstein. Er rät, rechtzeitig auf Warnsignale des Körpers zu achten. „Wer längere Zeit Ohrensausen, Schwindel, Nasenbluten oder Kurzatmigkeit verspürt, sollte seinen Blutdruck ärztlich kontrollieren lassen. Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck ist Risikofaktor Nummer eins für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kann Nierenschäden verursachen“, so Hillebrandt. Er rät außerdem zu regelmäßigen Check-up-Untersuchungen durch den Hausarzt. Bei diesen Untersuchungen wird auch der Blutdruck kontrolliert.

Hitze im Sommer und hoher Blutdruck

Die Hitze im Sommer hat ihre Tücken. Hoher Blutdruck und Flüssigkeitsverlust können vermehrt zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Benommenheit, allgemeine Kreislaufprobleme und im Extremfall sogar zu einem Kreislaufkollaps führen. Zu den besonders gefährdeten Gruppen gehören ältere Menschen, Säuglinge und Kinder, aber auch Menschen mit chronischen Erkrankungen. „Bei sehr hohen sommerlichen Temperaturen ist es wichtig, gleichmäßig über den Tag verteilt mindestens zwei Liter zimmerwarme und alkoholfreie Getränke wie Wasser, ungesüßte Säfte oder Tee zu trinken“, erklärt Hillebrandt. Was so banal klingt, ist besonders für ältere Menschen nicht immer leicht. „Senioren empfinden oft weniger Durst und vergessen das Trinken deshalb einfach. Für sie ist es hilfreich, die Tagesmenge der benötigten Flüssigkeit gut sichtbar bereit zu stellen oder einen Trinkplan zu führen“, empfiehlt er.

„Eine gesunde und ausgewogene Lebensweise reduziert die Risiken für Bluthochdruck“, sagt Hillebrandt. Wer mit dem Rauchen aufhöre, sich mehr bewege, den Konsum von Salz und Alkohol reduziere oder die Stressbelastung senke, stärke das Herz-Kreislauf-System. Ein Blutdruck von 120 zu 80 sei normal, ab einem Wert von 140 zu 90 und höher liege eine Hypertonie vor.

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