Pressemitteilung aus Schleswig-Holstein

Asthma: Husten und Atemnot bei über 230.000 im Land

Lesedauer unter 2 Minuten

Kiel, 10. März 2021 – Pfeifender Atem, Husten und Atemnot: Bei Asthma bronchiale sind die Atemwege kurzzeitig oder auch dauerhaft so verengt, dass man schlecht Luft bekommt. „Jahr für Jahr leiden über acht Prozent der Menschen in Schleswig-Holstein an Asthma, das sind über 230.000 Betroffene. Wenn die chronische Krankheit nicht angemessen behandelt wird, kann es mit der Zeit dazu führen, dass die Lunge schlechter Sauerstoff aufnimmt und die körperliche Belastbarkeit nachlässt“, sagt Dr. Bernd Hillebrandt, Landesgeschäftsführer der Barmer in Schleswig-Holstein. Die Beschwerden treten meist anfallsartig auf, häufig auch nachts. Dies sei einer der Gründe, warum sich manche Menschen mit dieser chronischen Erkrankung oft müde und abgeschlagen fühlen. Bei einem Asthma-Anfall kann sich eine zunächst nur leicht erschwerte Atmung bis zu ernsthafter Atemnot steigern

Risikofaktor Rauchen

Asthma tritt in einigen Familien häufiger auf als in anderen, was auf ein gewisses familiäres Risiko schließen lässt. Risikofaktoren an Asthma zu erkranken, sind zum Beispiel andere allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Neurodermitis in der Familie oder beim Kind selbst. „Außerdem gibt es einen wichtigen Risikofaktor, der vermeidbar ist: das Rauchen der Eltern“, sagt Hillebrandt. Asthmatische Beschwerden treten auf, wenn zwei Dinge zusammenkommen: Bei Menschen mit Asthma neigt das Immunsystem dauerhaft zu einer übersteigerten Abwehrreaktion. Dieser Hang zum „Übereifer“ macht sich aber erst bemerkbar, wenn die Schleimhäute, die die Bronchien von innen auskleiden, Kontakt zu bestimmten Reizen haben.

Das Leben mit Asthma

Wie die meisten chronischen Erkrankungen betrifft Asthma nicht nur ein einzelnes Organ – in diesem Fall die Lunge –, sondern den ganzen Menschen. Wer zum Beispiel nachts Asthma-Anfälle hat und dadurch schlecht schläft, ist tagsüber müde und unkonzentriert. Auch die körperliche Fitness kann leiden. Ausreichende Informationen über Asthma können Kinder und Erwachsene im Umgang mit ihrer Erkrankung stärken und selbstständiger machen. Wer gut informiert ist, kommt oft besser mit kritischen Situationen wie einem akuten Asthma-Anfall zurecht.

Mehr Informationen zum Thema Asthma unter www.barmer.de/a004970.

Kontakt für die Presse:

Torsten Nowak
Pressesprecher Barmer Schleswig-Holstein
Telefon: 0800 333 004 656-631
E-Mailpresse.sh@barmer.de
Twitter: twitter.com/BARMER_SH

Nach oben