Allergien machen rund 240.000 Menschen in Schleswig-Holstein zu schaffen

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Kiel, 11. Januar 2022 – Bei etwa jedem dritten Menschen in Deutschland wird im Laufe des Lebens eine allergische Erkrankung festgestellt. In Schleswig-Holstein befinden sich jährlich rund 240.000 Menschen wegen einer durch eine Allergie ausgelösten Entzündung der Nasenschleimhäute in ärztlicher Behandlung, wie Auswertungen der Barmer zeigen. Das sind rund 8,2 Prozent der Bevölkerung, 7,8 Prozent der Männer und 8,6 Prozent der Frauen. „Ein saisonaler Heuschnupfen macht sich nur während des Pollenflugs bemerkbar. Allergien gegen Hausstaubmilben oder Haustiere können dagegen das ganze Jahr über zu Beschwerden führen, da die Allergene nicht nur im Frühjahr oder Sommer in der Atemluft sind. Bei Allergien gegen Medikamente und Insektengift sind die Beschwerden zwar auf einzelne Situationen beschränkt, dafür je-doch oft deutlich stärker“, sagt Dr. Bernd Hillebrandt, Landesgeschäftsführer der Barmer in Schleswig-Holstein.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Neigung zu einer Allergie sei häufig familiär bedingt. Ob daraus tatsächlich eine Allergie entstehe, hänge unter anderem von Umwelteinflüssen ab. Faktoren wie Luftverschmutzung und Zigarettenrauch können Allergien und Folgeerkrankungen wie Asthma begünstigen. Bei einer allergischen Reaktion reagiere das Immunsystem des Körpers auf bestimmte, eigentlich harmlose Fremdeiweiße (Allergene) wie auf einen Krankheitserreger oder Fremdkörper. „Hausstaubmilben oder Nahrungsmittel bedeuten normalerweise keine Gefahr für den Körper – bei einer Allergie lösen sie jedoch Beschwerden aus. Denn das Immunsystem bildet Abwehrstoffe gegen diese Substanzen, weil es sie für schädlich hält und versucht, sie zu bekämpfen“, sagt Dr. Hillebrandt.

Behandlungsmöglichkeiten

Neben medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten gebe es auch eine spezifische Immuntherapie, die so genannte Hyposensibilisierung. Sie sei eine Methode, um langfristig unempfindlicher gegen die Allergene zu werden. Bei dieser Behandlung werden ähnlich wie bei einer Impfung regelmäßig niedrige Dosen des Allergens unter die Haut gespritzt oder unter die Zunge gegeben. Eine spezifische Immuntherapie dauere etwa drei bis fünf Jahre. Sie werde vor allem bei Allergien gegen Pollen, Hausstaubmilben und Insektengift angeboten.

Kontakt für die Presse:

Torsten Nowak
Pressesprecher Barmer Schleswig-Holstein
Telefon: 0800 333 004 656-631
E-Mailpresse.sh@barmer.de
Twitter: twitter.com/BARMER_SH

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