Papier der Barmer Sachsen zur Krankenhausversorgung
STANDORTinfo für Sachsen

Sachsens Krankenhausversorgung weiterdenken: qualitätsorientiert, mutig, digital.

Lesedauer unter 2 Minuten

Die stationären Versorgungsstrukturen müssen an aktuelle Entwicklungen angepasst werden, damit Patientinnen und Patienten weiter gut versorgt werden. Digitalisierung, neue Behandlungsmöglichkeiten und eine stärkere Zusammenarbeit bieten Chancen, die medizinische Versorgung nicht nur zu sichern, sondern zu verbessern. 

Sachsen: Werkstattgespräche zum neuen Krankenhausgesetz  

Mit den Werkstattgesprächen zum neuen Krankenhausgesetz initiierte das Sächsische Ministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in der ersten Jahreshälfte 2021 einen gelungenen, bundesweit beachteten Auftakt im Prozess hin zu einem neuen Zielbild für Sachsens Gesundheitslandschaft.
Klar ist: Die Bedarfe verändern sich. Während die Städte Leipzig und Dresden wachsen, schrumpft der Bevölkerungsanteil in anderen Regionen Sachsens. Sinkende Patientenzahlen können jedoch die Versorgungsrealität schwächen, da manche Standorte nicht nur unwirtschaftlich, sondern auch für medizinisches Personal unattraktiver werden. Mehr als 18.000 Ärztinnen und Ärzte arbeiten in Sachsen – noch nie waren es so viele wie heute. Doch sie sind regional sehr unterschiedlich verteilt. Bereits heute fehlen so beispielsweise vor allem in ländlichen Regionen Hausärzte und bestimmte Fachärzte. Sachsen ist zudem eines der Bundesländer mit der ältesten Bevölkerung und mit einem großen Anteil Pflegebedürftiger. Altersmedizin und Pflege werden künftig noch stärker an Bedeutung gewinnen, was besondere Herausforderungen an die Qualität der Versorgung stellt.
Die Versorgungsstrukturen müssen an diese Entwicklungen angepasst werden, damit Patientinnen und Patienten weiter gut versorgt werden. Gleichzeitig bieten Digitalisierung, neue Behandlungsmöglichkeiten und eine stärkere Zusammenarbeit Chancen, die medizinische Versorgung nicht nur zu sichern, sondern zu verbessern. Mit der Novelle des sächsischen Krankenhausgesetzes wird dafür eine wichtige Grundlage gelegt.
Einige wichtige Kernpunkte zur Krankenhausversorgung in Sachsen haben wir aus Barmer Sicht für die weitere Diskussion zusammengefasst:

  • Für mehr Zusammenarbeit und Koordination
  • Auf Patientensicherheit und Qualität setzen: Höhere Fallzahlen vermeiden Todesfälle und Komplikationen
  • Regional denken: Hilfe in der Nähe sichern
  • Planung braucht Analyse
  • Investitionsstau auflösen – Verlässlichkeit in der Finanzierung gewährleisten
  • Fondsmittel nutzen: Krankenhäuser digitalisieren und umgestalten
  • Aus der Corona-Pandemie lernen

Haben Sie Interesse an einem Austausch zu diesen Punkten? Dann wenden Sie sich gerne per E-Mail an Sandra Rau (Referentin Gesundheitspolitik): sandra.rau@barmer.de

Weiter Informationen des Vdek Sachsen zur Zukunftswerkstatt sächsisches Krankenhausgesetz

Nach oben