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Grippe: Schutzimpfung durch Betriebsärzte – Erleichterung für Beschäftigte

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Dresden, 12. Oktober 2021 – Der Grippeschutz hat im kommenden Winter eine besondere Bedeutung. Trifft die aktuelle Coronavirus-Pandemie mit einer neuen Grippewelle zusammen, stellt das nicht nur Gesundheitseinrichtungen und Impfstoffhersteller vor große Herausforderungen, sondern auch Betriebe. Die Impfungen gegen Grippe, aber auch weiterhin die Einhaltung der Hygieneregeln werden in den kommenden Monaten die beste Maßnahme sein, um Arbeitsausfälle zu vermeiden. „Für zahlreiche Beschäftigte kann es einfacher sein, Arzttermine und Arbeit unter einen Hut zu bringen, wenn eine Schutzimpfung durch den Betriebsarzt direkt im Unternehmen angeboten wird“, sagt Dr. Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der Barmer in Sachsen. Die Barmer habe mit der Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin e.V. (DGAUM) einen Vertrag abgeschlossen, der in diesen Fällen die Kostenübernahme für den Impfstoff durch die Kasse regelt. „Arbeitgeber sind zwar nicht verpflichtet, Impfungen im Betrieb anzubieten. Wenn sie aber ihrer Belegschaft diese Möglichkeit anbieten möchten, unterstützen wir sie dabei“, so Magerl. Viele Beschäftigte würden gerade in diesen Herbst erwarten, dass ihre Firma Maßnahmen ergreife, um die Risiken durch Infektionskrankheiten zu minimieren.

Mit leichterem Zugang die Impfbereitschaft erhöhen

Die jährliche Grippe führe jedes Jahr zu vielen Krankschreibungen bei den Beschäftigten. Nur das vergangene Frühjahr bilde hier eine Ausnahme. So habe die Barmer bei ihren Versicherten im März 2018 eine heftige Grippewelle mit teilweise mehr als 1.000 Krankmeldungen pro Woche verzeichnet. Im Jahr 2019 habe diese im gleichen Monat bei unter 450 und 2020 bei knapp über 300 Krankschreibungen gelegen. Im Jahr 2021 dagegen seien weniger als 20 erfasst worden. „Dass die letzte Grippewelle aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen deutlich milder verlaufen ist, darf kein Argument sein, jetzt auf die Impfung zu verzichten“, betont Magerl. Es gebe viele gute Gründe, sich gegen Grippe impfen zu lassen. „Gerade aufgrund der niedrigen Infektionszahlen im letzten Jahr kann es sein, dass unser Körper weniger immun gegen Influenzaviren ist. Gleichzeitig können diese leichter übertragen werden, da wieder mehr Menschen aufeinandertreffen, sei es im Büro, im privaten Umfeld oder auf dem Weg zur Arbeit", sagt der Landes-Chef der Barmer. Mit Impfangeboten im eigenen Unternehmen würden auch Firmen zur Vorbeugung beitragen und gleichzeitig die Impfbereitschaft in der Belegschaft erhöhen.

Vorlage der Gesundheitskarte genügt

Auf der Grundlage des Vertrages mit der DGAUM könnten Betriebsärzte Impfungen anbieten. Barmer-Versicherte müssten dazu lediglich ihre Gesundheitskarte vorlegen. Die Kosten der Impfung und des Impfstoffes rechne der Betriebsarzt dann mit der Barmer direkt ab. Der Vertrag umfasse neben der Grippeschutzimpfung auch alle gängigen Standardimpfungen, die in der Schutzimpfungs-Richtlinie enthalten sind sowie die ärztliche Anamnese und Beratung.

Mehr zur Grippeimpfung in Unternehmen unter: www.barmer.de/f004746

Grafik-Diagnosen AU akuter Atemwegserkrankungen bei Barmer-Versicherten


(www.bifg.de/daten-und-analysen/sonderanalysen/arbeitsunfaehigkeiten-atemwegserkrankungen-absolut)

Kontakt für die Presse:

Claudia Szymula
Pressesprecherin Barmer Sachsen
Telefon: 0800 333 004 152231
E-Mail: presse.sn@barmer.de
Twitter: twitter.com/BARMER_SN

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