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AHA-Regeln zeigen in Sachsen nachweislich Wirkung - Weniger Atemwegserkrankungen als im Jahr 2019

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Dresden, 04. November 2020 – Seit Mitte August steigen die Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen in Sachsen wieder an. Die Steigerungsrate von der 33. auf die 41. Kalenderwoche lag bei 160 Prozent. Allerdings lag die Anzahl der Betroffenen in diesem Jahr unter dem Vorjahresniveau. Demnach waren im Jahr 2019 Anfang Oktober (Kalenderwoche 41) 1.849 bei der Barmer Versicherte Sächsinnen und Sachsen wegen Atemwegserkrankungen krankgeschrieben. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2020 waren es hingegen lediglich 1.395 Personen. Anfang Oktober 2020 waren damit von 1.000 Versicherten 12 Personen erkrankt, im Vorjahr waren es 15. Das belegt eine aktuelle Analyse der Barmer. Diese Abweichungen können allein durch unterschiedliche Witterungsbedingungen nicht erklärt werden. „Die AHA-Regeln wirken nachweislich. Das ist kurz nach dem Beginn des zweiten Lockdowns eine wichtige Botschaft. Hier dürfen wir gerade jetzt nicht nachlassen. Jeder Einzelne kann und muss etwas tun, um die sich zuspitzende Pandemie in den Griff zu bekommen“, sagt Dr. Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der Barmer in Sachsen. Rücksichtnahme, Verantwortung und Disziplin seien nun die Gebote der Stunde.

Regionale Unterschiede bei den Atemwegserkrankungen

Die Barmer-Analyse zeigt deutliche regionale Unterschiede bei der Zahl der Atemwegserkrankten. Während in Kalenderwoche (KW) 41 dieses Jahres in Hamburg nur 7,2 je 1.000 Barmer-Versicherte krankgeschrieben waren, traf dies in Sachsen auf 11,7 Personen zu. Die Steigerungsraten sind ebenfalls regional sehr unterschiedlich. Während die Anzahl der krankgeschriebenen Versicherten im Jahr 2020 in Mecklenburg-Vorpommern von der 33. auf die 41. KW um 15 Prozent gestiegen ist, waren es in Sachsen 160 Prozent, in Bremen sogar 215 Prozent. „Die AHA-Regeln sollten alle Bürgerinnen und Bürger ohne Wenn und Aber einhalten. So leistet jeder einen Beitrag, die Zahl der Atemwegserkrankungen und damit auch das Corona-Risiko zu reduzieren. Und das sollte unabhängig von der Postleitzahl und dem aktuellen Infektionsgeschehen in einzelnen Regionen gelten“, sagt Magerl. 

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