Zeckenalarm! 87 Borreliose-Erkrankungen gemeldet

Dresden, 20. April 2017 - Mit geschätzten rund 80.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Borreliose die häufigste von Zecken übertragene Infektionskrankheit in Deutschland. Seit Jahresbeginn wurden in Sachsen bereits 87 Borreliose-Fälle gemeldet. Im vergangen Jahr waren es laut RKI (Robert-Koch-Institut) 2117 Erkrankungsfälle. Die Borrelien-Bakterien werden von Zecken übertragen. „Anders als bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis, die ebenfalls von Zecken übertragen wird, gibt es für die Borreliose keinen Impfstoff. Wer die schönen Frühlingstage für Waldspaziergänge, Gartenarbeit oder ein erstes Picknick im Park nutzt, sollte einige Vorkehrungen ergreifen“, rät Dr. Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der Barmer Sachsen.  

Mit einfachen Vorkehrungen gegen Zecken den Frühling genießen

Die Borreliose-Gefahr ist kein Grund, auf Aktivitäten im Freien zu verzichten. „Lange Hosen, Socken und geschlossene Schuhe sind der beste Schutz gegen Zecken. Wer den ganzen Tag draußen war, sollte seinen Körper am Abend absuchen“, rät Magerl. Hat sich eine Zecke festgebissen gibt es keinen Grund zur Panik. Nicht jede Zecke trägt die Borrelien-Bakterien in sich. Wird eine Zecke innerhalb von 24 Stunden entfernt, ist es meist noch nicht zu einer Übertragung gekommen. Dabei sollten Zecken mit einer Pinzette, eng an der Haut angelegt, ohne Drehbewegung, herausgezogen werden. „Hat eine Infektion stattgefunden, entwickelt sich bei einem Teil der Betroffenen wenige Tage bis Wochen nach dem Stich eine sich rund ausbreitende Rötung um die Stichstelle“, sagt Magerl und empfiehlt einen Arztbesuch, sobald sich diese Wanderröte zeigt. Denn, bleibt eine Borreliose unbehandelt, drohen chronische Entzündungen von Gelenken, Rückenmark und Gehirn. 

Zecken haben sich bis in die Städte ausgebreitet

Anders als oft vermutet, werden Zecken nicht erst im Sommer aktiv, sondern schon dann, wenn sich die Temperaturen an die Zehn-Grad-Grenze annähern. Mittlerweile kommen Zecken nicht mehr nur in Wäldern und hohen Gräsern vor, sondern auch in Kleingärten und Parks.

Weitere Infos unter: www.barmer.de/s000552 

Webcode dieser Seite: p007549 Autor: Barmer Erstellt am: 20.04.2017 Letzte Aktualisierung am: 20.04.2017
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