Sachsen: Rückgang bei den Krankschreibungen
Der Krankenstand sank in Sachsen von 6,3 Prozent (2024) auf 6,2 Prozent (2025)
Die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage ist im Jahresvergleich von 2.297 auf 2.260 je 100 Erwerbspersonen gesunken. Sachsen lag bei den Arbeitsunfähigkeitstagen dennoch über dem Bundesdurchschnitt von 2.202 Tagen.
Im Jahr 2022 hatte der Krankenstand in Sachsen ein Allzeithoch erreicht. Treiber dieser Entwicklung waren zahlreiche Corona-, Grippe- und Atemwegserkrankungen.
Mit der Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) wurden erstmals AU-Zahlen vollständig erfasst.
„Wir gehen davon aus, dass sich der Nachholeffekt nach der Pandemie weiter abgeschwächt hat.“ Dr. Claudia Beutmann, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Sachsen.
Dresden, 05. Februar 2026 - Die Beschäftigten in Sachsen waren im vergangenen Jahr seltener krankgeschrieben als 2024. Das geht aus den Daten der BARMER hervor. Im Jahr 2024 wurden im Schnitt 2.297 Krankheitstage je 100 Versicherte erfasst. Im vergangenen Jahr waren es 2.260. Der Krankenstand* sank von 6,29 auf 6,19 Prozent. Damit waren 2025 von 1.000 sächsischen Beschäftigten täglich rund 60 krankgeschrieben. Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie verlieren jedoch an Bedeutung.
Dr. Claudia Beutmann, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Sachsen
„Wir gehen davon aus, dass sich der Nachholeffekt nach der Coronapandemie weiter abgeschwächt hat. Nachdem das Kontaktverbot aufgehoben worden war, trafen die Krankheitserreger zunächst auf ein untrainiertes Immunsystem. Deshalb gab es in den letzten Jahren deutlich mehr Fälle von Atemwegserkrankungen. Und dieser Effekt scheint nachzulassen“, erklärt Dr. Claudia Beutmann, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Sachsen. Die Fehltage wegen Atemwegsinfekten seien in Sachsen im Vergleich zu 2024 um zwei Prozent zurückgegangen. Bei klassischen Erkältungskrankheiten wie Schnupfen oder Mandelentzündung wurden sogar 3,6 Prozent weniger Krankheitstage verzeichnet. Beutmann: „Im Jahr 2022 hatten die Fehlzeiten in Sachsen ein Allzeithoch erreicht. Der Treiber dieser Entwicklung waren damals Coronainfektionen und die Grippe. Jetzt normalisiert sich das Infektionsgeschehen und wir steuern langsam ruhigerem Fahrwasser entgegen.“
Auch bundesweit zeigt sich ein Rückgang. Deutschlandweit wurden 2.202 Krankheitstage je 100 Versicherte registriert, nach 2.253 im Vorjahr. Der Krankenstand sank von 6,17 auf 6,03 Prozent. Die Sächsinnen und Sachsen liegen bei den Fehlzeiten über dem Bundesdurchschnitt. Die wenigsten Krankheitstage (1.833) und den geringsten Krankenstand (5,0 Prozent) verzeichnete die BARMER in Baden-Württemberg. Am häufigsten krankgeschrieben waren die Menschen in Mecklenburg‑Vorpommern mit 2.663 AU‑Tagen je 100 Versicherten. Der Krankenstand lag dort bei 7,29 Prozent.
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