FSME - Infizierte Zecken breiten sich in Sachsen aus

Dresden, 02. Mai 2018 - Mit Frühsommer-Meningoenzephalitis (FMSE) infizierte Zecken breiten sich in Sachsen aus. Wurden 2016 nur im Vogtlandkreis infizierte Zecken registriert, so sind im Jahr 2017 mit dem  Erzgebirgskreis, Landkreis Bautzen und Landkreis Zwickau gleich drei weitere hinzugekommen. Damit gibt es im Freistaat nun vier Landkreise, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) als Risikogebiete eingestuft wurden. In Sachsen hat sich auch die Zahl der FMSE Infektionen von 2016 (10) zu 2017 (21) verdoppelt. Die Barmer rät angesichts der aktuellen Entwicklung zu prüfen, ob eine Impfung gegen die von Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sinnvoll ist. „Eltern sollten sich und ihre Kinder gegen FSME impfen lassen, wenn sie in einem Risikogebiet leben oder dort Urlaub machen. Wer sich nicht ganz sicher ist, ob die FSME-Impfung tatsächlich erforderlich ist, sollte im konkreten Fall mit dem Haus- oder Kinder- und Jugendarzt sprechen“, sagt Dr. Fabian Magerl Landesgeschäftsführer der Barmer in Sachsen.

FSME - Deutschland gilt als Infektionsland

Deutschland gilt laut RKI als Infektionsland. 2017 wurden hier insgesamt 485 FSME-Erkrankungen erfasst, im Vorjahr waren es nur 348. Das entsprach einer Zunahme von 40 Prozent. Eine Steigerung der Impfquoten insbesondere in Kreisen mit hohen FSME-Infektionsrisiko könnte einen erheblichen Teil der Fälle verhindern. Mit steigenden Temperaturen erhöht sich auch die Gefahr für einen Zeckenstich, weil die Spinnentiere wieder aktiv werden. In Deutschland besteht vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen und nun auch in vier Kreisen in Sachsen ein Risiko, durch Zeckenstiche mit dem FSME-Virus infiziert zu werden. Auch  in typischen Urlaubsländern unter anderem auch in Finnland, Schweden, Dänemark, Polen, Russland, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Norditalien und Ungarn besteht ein hohes FSME-Risiko.

Urlaubsplanung - Jetzt an den nötigen Impfschutz denken

 FSME kann in schweren Fällen zu dauerhaften Lähmungen, zur Entzündung des Gehirns und der Schädigung des Rückenmarks bis hin zum Tode führen. „In den Risikogebieten selbst oder vor Urlaubsreisen in entsprechende Regionen ist eine vorbeugende Impfung der beste Schutz“, sagt Magerl und empfiehlt den Impfschutz bereits schon jetzt bei der Urlaubsplanung zu berücksichtigen. Wer sich der Gefahr einer Hirnhautentzündung nicht aussetzen will, benötigt in der Regel drei Impfungen, um den vollen Impfschutz zu erreichen. Ein bis drei Monate nach der ersten Impfung findet eine zweite statt, bis zu zwölf Monate später erfolgt eine dritte. Der Impfschutz hält dann mindestens drei Jahre und führt bei 99 Prozent der Geimpften zu einem vollständigen Schutz.

So schützt man sich gegen Zeckenstiche

Schützen kann man sich mit langer Kleidung und festem Schuhwerk. „Nach Aktivitäten im Freien sollte man den Körper gründlich nach Zecken absuchen, vor allem weiche und warme Stellen wie Achselhöhlen, Kniekehlen oder Leiste“, rät Magerl. Besondere Aufmerksamkeit brauchen auch Haustiere, die sich in der Natur aufgehalten haben. Und schließlich sollten Mitbringsel aus dem Wald oder der Wiese gründlich in Augenschein genommen werden. Denn schon manch schön geformtes Holzstück habe sich als „Eigenheim“ für eine Zecke entpuppt.

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Webcode dieser Seite: p009398 Autor: Barmer Erstellt am: 02.05.2018 Letzte Aktualisierung am: 02.05.2018
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