Eine ältere Dame erhält von einer Arzt-Schwester eine Impfung in den linken Oberarm
Pressemitteilung

Barmer-Arzneimittelreport: Grippeschutz bei über 60-Jährigen unzureichend

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  • Sachsen-Anhalt bleibt nach wie vor hinter den Zielen der WHO bei der Grippeimpfung zurück. Rund 45 Prozent der ab 60-Jährigen sind im Jahr 2023 nicht gegen Grippe geimpft worden.
  • Mehr als die Hälfte der besonders durch Influenza gefährdeten Personen, wie Pflegebedürftige oder Herzinfarktpatienten, wurden im Jahr 2023 nicht gegen Influenza geimpft.
  • Mit 55 Prozent haben die ab 60-jährigen Einwohnerinnen und Einwohner Sachsen-Anhalts die höchste Influenza-Impfquote in Deutschland.
  • Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Sachsen-Anhalt: „Eine Grippeimpfung kann Leben retten. Vor allem vulnerable Personengruppen müssen wir besser schützen.“
     

Magdeburg, 19. März 2026 – Die Influenza-Impfquoten in Sachsen-Anhalt bleiben deutlich hinter den internationalen Zielen zurück. Das geht aus dem Arzneimittelreport der Barmer hervor. Demnach wurden im Jahr 2023 nur 55,2 Prozent der Barmer-Versicherten ab 60 Jahren gegen Grippe geimpft. Die WHO empfiehlt eine Quote von 75 Prozent. „Gerade bei älteren Menschen mit Vorerkrankungen ist eine Influenzaimpfung wichtig. Sie hilft, schwere Komplikationen zu verhindern und bietet einen wirksamen Schutz in einer Zeit, in der das Immunsystem besonders gefordert ist“, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Sachsen-Anhalt.

Risikogruppen oft ungeimpft

Besonders gefährlich sei die Influenza für Patienten in stationärer Pflege und nach Herzinfarkt. Laut Barmer-Report wurde jedoch bundesweit mehr als die Hälfte dieser Versicherten im Jahr 2023 nicht gegen Influenza geimpft. „Studien belegen, dass Herzpatienten nach einer Grippeschutzimpfung deutlich bessere Überlebenschancen haben. Dennoch werden die bestehenden Empfehlungen unzureichend umgesetzt“, so Dziuk. Internationale Fachgesellschaften würden die Impfung als festen Bestandteil der Vorsorge für Herzkranke empfehlen.

Sachsen-Anhalt mit höchster Impfquote

Aus dem Arzneimittelreport der Barmer geht hervor, dass es erhebliche regionale Unterschiede bei der Influenza-Impfquote gibt. Im Personenkreis ab 60 Jahren reichten die Impfquoten im Jahr 2023 von 29,7 Prozent in Baden-Württemberg bis hin zu 55,2 Prozent in Sachsen-Anhalt. Alle östlichen Bundesländer liegen über der durchschnittlichen Impfquote von 40,8 Prozent.

Kontakt für die Presse:

Annemarie Söder
Pressesprecherin Barmer Sachsen-Anhalt
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