"Ich kann kochen!" bildet Pädagogen zu Genussbotschaftern aus

Ich kann kochen!-Gruppenfoto Trainer und Pädagoginnen

"Ich kann kochen!"-Trainer Stefan Brandel bildet Sophia Hoppe (l.), Corinna Hempelmann (2.v.r) und Lisa Desor, zu Genussbotschaftern in Koblenz aus. Foto: Tillmann Oster

Lehrer sowie angehende Erzieher aus dem Saarland und Umgebung sowie aus Koblenz und Neuwied haben sich bei eintägigen Workshop in Saarbrücken und Koblenz von der Initiative "Ich kann kochen!" zu Genussbotschaftern ausbilden lassen. „Ich kann kochen! ist Deutschlands größte Ernährungsbildungsinitiative für Kita- und Grundschulkinder. Mit ihr entdecken Kinder, dass gesunde Ernährung Spaß macht und schmeckt. Initiatoren sind die Sarah Wiener Stiftung und die Barmer“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Sie ergänzt: „Die Barmer engagiert sich in Rheinland-Pfalz und dem Saarland seit vielen Jahren für die Gesundheitsförderung in Kitas und Schulen. Ich kann kochen! hat das Ziel, das Ernährungsbewusstsein und die Ernährungsbildung von Kindern zu fördern.“ Die Initiative zeige Mädchen und Jungen in Kitas, Schulen und außerschulischen Lernorten, wie Kohlrabi aussieht, welche verschiedenen Farben Tomaten haben können und was sich aus frischen Lebensmitteln alles zubereiten lässt.

Lust auf Kochen machen

Kleis sagt: „Indem sie Heranwachsenden Lust aufs Kochen macht und ihnen Ernährungswissen sowie Kochkompetenz vermittelt, verankert die Initiative gesunde Ernährung als alltäglichen Bestandteil im Leben.“ Kern der Initiative sind kostenfreie Fortbildungen für pädagogische Fach- und Lehrkräfte zu Genussbotschaftern. Diese werden dafür qualifiziert, in ihren Einrichtungen praktische Koch- und Ernährungskurse für Kinder anzubieten. Die Lehrer erhielten wertvolle Informationen zur Ernährungssituation und zum Ernährungsverhalten von Kindern sowie nützlich Hinweise für das Kochen mit Kindern.

Stefan Brandel, der als "Ich kann kochen!"-Trainer die Fortbildungen leitete, sagte bei den Workshops: „Wichtig ist, sich als Pädagoge gut vorzubereiten auf die Kochstunde mit den Kindern. Nur dann strahlt man Ruhe aus und gibt so den Nachwuchs-Köchen die Chance, sich auf die Zubereitung der Speisen zu konzentrieren“. Zudem gab er den Hinweis, die Kinder in der Kochstunde nicht zu überfordern: „Es gilt, Schritt für Schritt zu erklären. Zum Beispiel erst die Bedeutung von Hygiene in der Küche, erst danach die Küchenutensilien. Auch sollte man Ideen von Kindern beim Kochen zulassen.“

Saisonale gesunde Gericht stehen im Mittelpunkt

Eingeübt wurde das neu erworbene Wissen in Lehrküchen der Katholischen Familienbildungsstätte in Saarbrücken sowie in der Julius-Wegeler-Schule. Dort bereiteten die Pädagogen und angehenden Erzieher saisonale gesunde Gerichte wie Wintersalat, Steckrübenstampf und Gemüsespieße zu. Trainer Brandel sagte: „Wir müssen Kinder alltagstauglich und frühzeitig für eine vielseitige Ernährung begeistern. Der Griff zu Schneidebrett und Kochlöffel macht Kochen für Kinder zum Erlebnis.“

Das gemeinsame Kochen sei auch pädagogisch wertvoll, denn es vermittle Ernährungswissen und fördere wirkungsvoll die Gesundheit der Kinder. Das neu erworbene Wissen lasse sich von Lehrern und anderen Pädagogen bestens einsetzen, um zum Beispiel integriert in den Unterricht oder als Projektwoche Koch- und Ernährungskurse anzubieten. Pädagogen und Bildungsträger, die Kinder auf den Geschmack gesunder Ernährung bringen möchten, können sich auf www.ichkannkochen.de informieren und kostenfrei zur Teilnahme an einer Fortbildung anmelden.

Webcode dieser Seite: p007311 Autor: Barmer Erstellt am: 21.03.2017 Letzte Aktualisierung am: 21.03.2017
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