Ministerin Heinen-Esser ist neue Botschafterin der Initiative Ich kann kochen!

Damit Kinder gesund aufwachsen und sich positiv entwickeln können, will ausgewogene Ernährung gelernt und erlebt sein, je früher desto besser. In Köln konnte sich Nordrhein-Westfalens Verbraucherschutzministerin Ursula Heinen-Esser im vergangenen Monat bei der Ernährungsinitiative Ich kann kochen! von Sarah Wiener Stiftung und Barmer davon überzeugen, wie Pädagogen schon die Kleinsten für vielfältige Mahlzeiten und das Kochen begeistern können: Die Kinder und die Genussbotschafterin des Kindergartens Villa Charlier ließen sich bei der Zubereitung einer winterlichen Kürbissuppe mit frisch gebackenem Knäckebrot über die Schulter schauen. Die Kölner Kita ist eine von mehr als 1.400 in NRW, die an der bundesweiten Ernährungsinitiative für Kitas und Grundschulen teilnimmt.

„Als Verbraucherschutzministerium wollen wir das Bewusstsein und die Möglichkeiten für eine ausgewogene Ernährung von klein auf stärken und im Alltag der Kinder verankern. Ich freue mich daher, dass Ich kann kochen! ein weiterer Partner ist, der praktische Ernährungsbildung mit viel Spaß und Genuss in Kitas und Grundschulen etabliert und unsere Landesprogramme sinnvoll ergänzt“, erklärte Ministerin Ursula Heinen-Esser. Sie war zuvor von Köchin und Stiftungsgründerin Sarah Wiener und Barmer-Landesgeschäftsführer Heiner Beckmann zur Botschafterin von Ich kann kochen! in NRW ernannt worden. Die erfolgreiche Arbeit der seit rund zehn Jahren etablierten Landesprogramme „Anerkannter Bewegungskindergarten mit dem Pluspunkt Ernährung“, „EU-Schulprogramm NRW mit Obst, Gemüse und Milch“ sowie „Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung NRW“ soll in Zusammenarbeit von Verbraucherschutzministerium und Ich kann kochen! durch den einfachen Zugang zu praktischer Ernährungsbildung in NRW intensiviert werden.

Mehr als 2.700 Einrichtungen in NRW können kochen

Bereits jetzt profitieren schätzungsweise 90.000 Kinder in NRW von Ich kann kochen!. Dazu hat die Initiative bislang mehr als 4.500 pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus über 2.700 Kitas, Grundschulen, Horten und außerschulischen Lernorten in NRW zu Genussbotschaftern fortgebildet – so viele wie in keinem anderen Bundesland. „Mehr als jeder zehnte Erstklässler in NRW ist übergewichtig bis adipös. Die zusätzlichen Kilos belasten sowohl die Körper, als auch die Psyche der Heranwachsenden. Je mehr Kinder wir durch Präventionsprojekte frühzeitig für abwechslungsreiche Ernährung und Bewegung sensibilisieren, desto besser können wir sie vor Übergewicht und Folgeerkrankungen schützen“, sagte Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer der Barmer.

Kinder an den Herd

Nicht nur über ausgewogene Ernährung aufzuklären, sondern Kinder ganz praktisch entdecken zu lassen, wie gut frische Gerichte schmecken, ist das Kernziel von Ich kann kochen!. „Geschmack wird ganz wesentlich in der Kindheit geprägt. Darum gehören gerade Kinder in die Küche!", betonte Sarah Wiener. „Dort können sie eine Beziehung zu ihrem Essen aufbauen. Sie können herausfinden und bestimmen, welche Lebensmittel darin stecken und was ihnen guttut. Mit jedem Rezept, jedem Probieren, Abschmecken und Anrichten lernen die Kinder mehr, vielfältig und selbstbestimmt zu essen.“

500 Euro Förderung der Barmer für Lebensmittel

Bei den Fortbildungen von Ich kann kochen! stehen die Teilnehmenden selbst am Herd, lernen Grundlagen zum Essverhalten von Kindern und bekommen Ernährungswissen vermittelt. Um den Start eigener Koch- und Ernährungsprojekte zu vereinfachen, fördert die Barmer zudem teilnehmende Einrichtungen mit bis zu 500 Euro für den Einkauf von Lebensmitteln. Die Qualifizierung zum Genussbotschafter steht allen interessierten Erziehern, Sozialpädagogen und Lehrern offen, Träger können gesonderte Fortbildungstermine vereinbaren.
Weitere Informationen unter www.ichkannkochen.de

Webcode dieser Seite: p014943 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 26.03.2020
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