Pressemitteilung aus Nordrhein-Westfalen

Kranken- und Pflegekassen in NRW setzen Förderprogramm gesaPflege fort

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Düsseldorf, 09.02.2022 - gesaPflege, das Gemeinschaftsprojekt von gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in NRW, steht für gesund alt werden in der stationären Pflege und berücksichtigt die Wechselwirkung von Arbeitsbedingungen in Pflegeeinrichtungen und deren Einfluss auf die Bewohnergesundheit. Nach einer dreijährigen Modellphase (2018-2021) wurde gesaPflege nun in ein umfassendes Programm mit Fördermöglichkeiten für bis zu 50 (teil-) stationäre Pflegeeinrichtungen in NRW überführt. Ab sofort können sich interessierte Einrichtungen unter gesaPflege@teamgesundheit.de Informationen über das Programm einholen und für eine Teilnahme anmelden.

Das Förderprogramm richtet sich an (teil-) stationäre Pflegeeinrichtungen in NRW, die mit Unterstützung einer kontinuierlichen, externen Prozessberatung die eigenen Einrichtungsprozesse und -strukturen systematisch betrachten und gesundheitsförderlich weiterentwickeln möchten. Neben kurzen Analyseeinheiten geschieht dies insbesondere über die Umsetzung von Gesundheitsförderungsmaßnahmen – sowohl für die Beschäftigten als auch für die Bewohnerinnen und Bewohner. Auf diese Weise wird das Thema Gesundheit in die gesamte Einrichtung getragen und dort verfestigt. Hierzu zählen beispielsweise Maßnahmen zur Förderung der körperlichen und kognitiven Aktivität, zur Gewaltprävention und zur Förderung einer wertschätzenden Einrichtungskultur.

gesaPflege hat bereits in der Vergangenheit viel Aufmerksamkeit in der (Fach-) Öffentlichkeit erhalten: Neben der Beteiligung an verschiedenen Veranstaltungen und Veröffentlichungen fand kürzlich eine kassenseitig organisierte Informationsveranstaltung statt, an der Pflegeeinrichtungen aus NRW teilgenommen haben. Neben den Rahmenbedingungen für die Teilnahme interessierten sich die Vertreterinnen und Vertreter der Einrichtungen vor allem für das passgenaue, flexible Vorgehen der Prozessberatung mit ihren umfassenden Unterstützungsmöglichkeiten. Auf äußerst positive Resonanz stieß der Hinweis der Kranken- und Pflegekassen, dass interessierte Einrichtungen unkompliziert unter gesaPflege@teamgesundheit.de Kontakt aufnehmen können. Ein aufwendiges Antragsverfahren ist nicht notwendig.

Darüber hinaus wurde der im Rahmen des Modellprojekts entstandene Handlungsleitfaden „Pflegeeinrichtungen gesünder gestalten“ für die Nutzung in (teil-) stationären Pflegeeinrichtungen vorgestellt. Die in diesem Dokument enthaltenen Konzepte und Erfahrungswerte bilden nun die Basis für die Arbeit mit den folgend teilnehmenden Einrichtungen und können sowohl eigeninitiativ als auch mit Unterstützung der gesaPflege-Prozessberatung umgesetzt werden.

Der Handlungsleitfaden steht unter https://www.gesapflege.de/ kostenfrei zum Download zur Verfügung. Neben der praxisnahen Handlungshilfe für den Einrichtungsalltag wurde ebenfalls eine wissenschaftliche Einordnung inklusive der Projekterfahrungen veröffentlicht. Ergänzend dazu sind erklärende Filmbeiträge auf der Webseite verfügbar.

Hintergrund

Nach der Einführung des Präventionsgesetzes wurden Grundsätze und Ziele von Prävention und Gesundheitsförderung in der Landesrahmenvereinbarung NRW verankert und die Grundlagen zur Zusammenarbeit der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen gestärkt. Neben der Prävention in Lebenswelten und der betrieblichen Gesundheitsförderung liegt ein Schwerpunkt auf der Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen. Dazu stellt der GKV-Spitzenverband die Leitfäden „Prävention“ und „Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen“ zur Verfügung, anhand dessen die Kranken- und Pflegekassen Leistungen zur Prävention in zugelassenen stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen (nach § 71 Abs. 2 SGB XI) erbringen.

In NRW haben sich die Kranken- und Pflegekassen von AOK Rheinland/Hamburg, AOK NORDWEST, die IKK classic, die KNAPPSCHAFT sowie die Ersatzkassen, Barmer, DAK-Gesundheit, hkk, HEK, KKH, die Techniker Krankenkasse und der Verband der Ersatzkassen (vdek), einige der Betriebskrankenkassen (BKK24, BKK EUREGIO, BKK Melitta HMR, BKK VDN, BAHN-BKK, Debeka BKK, energie-BKK, Heimat Krankenkasse, mhplus Krankenkasse, Miele BKK, Mobil Krankenkasse) und der BKK-Landesverband NORDWEST sowie die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) zur Projektumsetzung zusammengeschlossen. An der praktischen Durchführung des Projekts sind die Team Gesundheit GmbH und das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung BGF GmbH der AOK Rheinland/Hamburg beteiligt.

Kontakt für die Presse:

Tobias Klingen
Pressesprecher Barmer Nordrhein-Westfalen
Telefon 0800 333 004 45 11 31
E-Mail: presse.nrw@barmer.de
Twitter: twitter.com/BARMER_NRW

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