Pressemitteilungen aus Nordrhein-Westfalen

"Black Week" als Black-Out? Hoher Krankenstand in der Zustellbranche in NRW

Lesedauer unter 1 Minute

Düsseldorf, 26. November 2021 – „Black Week“, „Black Friday“ und Co. – mit entsprechenden Rabatt-Aktionen lockt der Online-Handel derzeit zum Shoppen. Briefträger, Paketboten und Kurierfahrer geraten angesichts der daraus resultierenden Paketberge unter Druck, was sich auch gesundheitlich bemerkbar macht. So sind Beschäftigte der Post- und Zustelldienste laut Auswertungen der Barmer überdurchschnittlich lange krankgeschrieben. In Nordrhein-Westfalen waren sie 2020 im Schnitt 32,4 Tage arbeitsunfähig gemeldet. Berufsübergreifend liegt der Wert in NRW bei 18,0 Tagen. Diesen Wert überschreiten die Beschäftigten der Zustellbranche in NRW somit um knapp 80 Prozent.

„Das entspricht einem Krankenstand unter den Briefträgern, Paketboten und Kurierfahrern von 8,9 Prozent. Von 1.000 Beschäftigten sind also täglich 89 krankheitsbedingt ausgefallen,“ sagt Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer der Barmer in NRW.

Rückenschmerzen, Verletzungen, psychische Erkrankungen

Knapp die Hälfte aller Krankschreibungen (48,6 Prozent) bei Zustellern resultieren aus Muskel-Skelett-Erkrankungen und Verletzungen. Der mit 33,7 Prozent größte Anteil der Fehlzeiten ist auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurückzuführen, die häufig in Form von Rückenschmerzen auftreten. Mit 14,9 Prozent schlagen Verletzungen wie Frakturen, Zerrungen oder Schürfwunden zu Buche. Bei 17,7 Prozent der Fehltage ist hingegen eine psychische Erkrankung ursächlich.

„Dass Zusteller in vielen Fällen aufgrund einer psychischen Erkrankung arbeitsunfähig sind, ist alarmierend. Stress und Zeitdruck im Job könnten eine Ursache dafür sein“, kommentiert Heiner Beckmann die Auswertungen des aktuellen Barmer-Gesundheitsreports. Weniger überraschen dürften die vielen Fehltage aufgrund von Rückenschmerzen und Verletzungen. Um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Branche zu entlasten, könne man als Kunde beispielsweise beim Online-Einkauf darauf achten, dass möglichst viele Artikel in einer Bestellung zusammengefasst werden. „Arbeitgeber unterstützt die Barmer zudem mit vielfältigen Angeboten, um die Mitarbeitergesundheit zu verbessern“, so der Landeschef der Krankenkasse.

Kontakt für die Presse:

Tobias Klingen
Pressesprecher Barmer Nordrhein-Westfalen
Telefon 0800 333 004 45 11 31
E-Mail: presse.nrw@barmer.de
Twitter: twitter.com/BARMER_NRW

Nach oben