Analyse der Barmer in NRW: Viel zu wenige Menschen gegen Grippe geimpft
2023 waren in NRW nur 39,2 Prozent der über 60-jährigen Barmer-Versicherten gegen Grippe geimpft. Bundesweit waren es 40,8 Prozent.
Im Vergleich zur Phase während der Corona-Pandemie ist die Impfquote rückläufig. So lag der Anteil der gegen Influenza geimpften Versicherten ab 60 im Jahr 2020 noch bei 45,4 Prozent.
Statement João Rodrigues, Landesgeschäftsführer der Barmer in NRW: „Die aktuellen Impfquoten sind unzureichend, zumal wir das Ziel der Weltgesundheitsorganisation – eine Impfquote von 75 Prozent – deutlich verfehlen.“
Düsseldorf, 06.03.2026 – In Nordrhein-Westfalen sind viel zu wenige Menschen gegen Grippe geimpft. Das zeigt eine Auswertung im Rahmen des Barmer-Arzneimittelreports. Demnach lag der Anteil der ab 60-jährigen Barmer-Versicherten aus NRW mit Grippeimpfung im Jahr 2023 bei nur 39,2 Prozent (Bund: 40,8 Prozent), obwohl die Ständige Impfkommission (STIKO) für alle Personen dieses Alters eine jährliche Impfung gegen diese Krankheit empfiehlt. „Die Grippeimpfung kann Leben retten, denn eine Grippe kann besonders für Ältere sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem lebensbedrohlich verlaufen und sogar tödlich enden“, sagt João Rodrigues, Landesgeschäftsführer der Barmer in NRW. „Die Grippeimpfung sorgt nicht nur für eine geringere Wahrscheinlichkeit, an Grippe zu erkranken, sondern erhöht auch die Chancen für einen milderen Verlauf der Erkrankung.“
Der Report zeigt auch, dass der Anteil der ab 60-jährigen Barmer-Versicherten aus NRW mit Grippeimpfung jüngst rückläufig war. So lag dieser Anteil während der „Corona-Jahre“ noch bei 45,4 Prozent (2020), 43,8 Prozent (2021) beziehungsweise 40,3 Prozent (2022). „Derzeit bewegen wir uns wieder in Richtung der Zahlen aus der Zeit vor der Pandemie“, so Rodrigues. 2019 waren laut Barmer-Report 33,6 Prozent der Versicherten über 60 gegen Influenza geimpft, 2018 waren es 34 Prozent und 2017 nur 31 Prozent. Das Robert-Koch-Institut (RKI) bestätigt diesen Trend: In der Grippesaison 2024/2025 lag die Impfquote in NRW bei 34 Prozent. „Die aktuellen Impfquoten sind unzureichend, zumal wir in Deutschland das Ziel der Weltgesundheitsorganisation – eine Impfquote von 75 Prozent – weit verfehlen“, sagt Rodrigues.
Wie aus den Barmer-Daten weiter hervorgeht, steigt die Impfquote mit dem Alter. Demnach waren 2023 nur 25,5 Prozent der nordrhein-westfälischen Barmer-Versicherten im Alter von 60 bis 64 Jahren gegen Grippe geimpft. Bei den ab 90-jährigen Barmer-Versicherten aus NRW waren es dagegen 49,2 Prozent. „Wer den Verdacht hat, an einer Grippe zu leiden, sollte sich sofort in ärztliche Behandlung begeben. Für alle, die zurzeit an einer Grippe leiden, ist es ratsam, diese vollständig auszukurieren und körperliche Anstrengungen erst wieder nach völliger Genesung zu unternehmen“, rät Rodrigues. Betroffene sollten zudem Bettruhe einhalten und viel trinken.
Kontakt für die Presse:
Tobias Klingen
Pressesprecher Barmer Nordrhein-Westfalen
Telefon 0800 333 004 45 11 31
E-Mail: presse.nrw@barmer.de
Twitter: twitter.com/BARMER_NRW