Weniger Zahnarztbehandlungen in NRW während der Corona-Pandemie

Düsseldorf, 17. August 2021 – Während der Corona-Pandemie haben viele Menschen in Nordrhein-Westfalen den jährlichen Besuch beim Zahnarzt vermieden. Nach Auswertungen der Barmer hat es im Jahr 2020 in NRW 7,1 Prozent weniger Zahnarztbehandlungen gegeben als 2019. „Es ist zwar verständlich, dass sich einige Menschen aufgrund der Corona-Pandemie Gedanken darüber machen, ob sie die jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt wahrnehmen sollen oder nicht. Dabei muss aber auch bedacht werden, dass sich die Zahngesundheit verschlechtern kann, wenn die Kontrolle durch den Zahnarzt nicht erfolgt“, sagt Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer der Barmer in NRW. Laut Barmer-Analyse war der Einbruch bei der Zahl der Behandlungen im zweiten Quartal 2020 besonders hoch: Im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 betrug der Rückgang in den Monaten April bis Juni 17,3 Prozent.

Zuschuss zum Zahnersatz bleibt erhalten

„Für die Versicherten ist es wichtig zu wissen, dass der Zuschuss zum Zahnersatz für das Jahr 2020 erhalten bleibt, auch wenn die Kontrolluntersuchung ausgeblieben ist“, sagt Heiner Beckmann. Das habe die Barmer aufgrund der besonderen Situation beschlossen. Gesetzlich Krankenversicherte, die jedes Jahr zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung gehen und diese in ihrem Zahnbonusheft dokumentieren, erhalten von ihrer Kasse einen Festzuschuss zum Zahnersatz. Dieser steigt von Jahr zu Jahr auf bis zu 75 Prozent, wenn das Bonusheft lückenlos geführt wird. Bei der Barmer geschieht das digital. Sobald die Abrechnungsdaten der Zahnärztinnen und Zahnärzte übermittelt werden, schreibt sie ihren Versicherten den Bonus für einen Zahnarztbesuch in der App der Krankenkasse gut. Die Zuschusshöhe wird automatisch berechnet.

Webcode dieser Seite: p017201 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 17.08.2021
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