Betriebliches Gesundheitsmanagement in Bio-Qualität: Stadt Essen – Deutschlands erstes Rathaus mit eigenem Gemüsegarten

Essen, 28. August 2017. Ab sofort kommt im Rathaus Essen auf den Tisch, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorher gemeinsam in Hochbeeten geerntet haben. Als Deutschlands erstes Unternehmen schickt die Stadt Essen ihre Angestellten – während der Arbeitszeit – in den hauseigenen Bio-Gemüsegarten. Radieschen aussäen, Zucchini ernten oder Unkraut zupfen finden in der Ruhrgebietsstadt beim betrieblichen Gesundheitsmanagement statt. Die Stadtverwaltung nimmt damit am neuen Präventionsprojekt des grünen Start-ups Ackerhelden und der Krankenkasse Barmer teil. „Gerade im Jahr der Grünen Hauptstadt – Essen 2017 ist das gemeinsame Gärtnern im Rahmen unseres Betrieblichen Gesundheitsmanagements ein tolles Projekt. Während nachhaltig Gemüse oder Kräuter angebaut werden, lernen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwas über gesundes Essen und wie wichtig Bewegung auch im Arbeitsalltag ist, so Oberbürgermeister Thomas Kufen.

Mitarbeiter ackern für ihre eigene Gesundheit – und fürs Mittagessen

Vom „Acker“ bis in die Rathausküche sind es nur wenige Meter, die Hochbeete stehen direkt vor der Kantine, unter freiem Himmel. 15 städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich für die Teilnahme an der bundesweit einmaligen Präventionsmaßnahme erfolgreich beworben haben, bewirtschaften täglich 30 Hochbeete. Mit der Aufzucht des Bio-Gemüses pflegen die Hobbygärtnerinnen und -gärtner vor allem eines: Ihr eigenes Wohlbefinden. Davon profitiert auch die Stadt Essen als Arbeitgeber. Körperliche Aktivität, erst recht als Unterbrechung von der Schreibtischarbeit, kann Problemen mit dem Kreuz vorbeugen. „Durchschnittlich 39 Tage war jeder Erwachsene in NRW 2016 wegen Rückenbeschwerden krankgeschrieben. Die Hochbeete sind eine abwechslungsreiche Maßnahme, um zu mehr Bewegung anzuregen. Gleichzeitig weckt die eigene Ernte auch über den Feierabend hinaus Appetit auf einen gesunden Lebensstil“, erläutert Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer der Barmer in NRW. Mit dem Projekt engagiert sich die Krankenkasse über das Präventionsgesetz für betriebliches Gesundheitsmanagement.

Gut fürs Klima – auch fürs Betriebsklima

Auf dem Vorplatz vor der Kantine kümmern sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wöchentlich eine halbe bis ganze Stunde um die vorbepflanzten, biozertifizierten Hochbeete. Zudem nehmen sie an Workshops, etwa zur Ernährung, teil. Zurück am Computer erhalten die Hobby-Gärtner ergänzende Informationen (E-Learning) und Rezepte. Letztere gehen an alle 9.000 Angestellten. „Mit dem Projekt bringen wir die Mitarbeiter regional und emotional näher an das heran, was sie täglich essen – auch in der Kantine. Die Stadtverwaltung Essen hat eine Vorbildfunktion für andere Unternehmen. Insbesondere als lokales Start-up freuen wir uns, dass die aller ersten Bio-Hochbeete fürs betriebliche Gesundheitsmanagement in unserer Heimatstadt stehen“, betont Tobias Paulert, Geschäftsführer von Ackerhelden.

Das Projekt kommt nicht nur den Teilnehmern, sondern auch der übrigen Belegschaft zugute. Die Hobbygärtner werden im Kollegenkreis zu Botschaftern für Bewegung und gesunde Ernährung. Zudem kümmern sich auch die Mitarbeiter der Kantine um einige Hochbeete. In den Mini-Äckern wachsen neben dem Bio-Gemüse auch Bio-Kräuter. Diese landen auf allen Tellern, da die Kantinenmitarbeiter diese täglich verarbeiten. So kommen auch die übrigen Rathaus-Angestellten in den Genuss der Gartenarbeit ihrer Kollegen.

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Webcode dieser Seite: p008196 Autor: Barmer Erstellt am: 28.08.2017 Letzte Aktualisierung am: 28.08.2017
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