Immer mehr Videosprechstunden: Vor allem Psychotherapeuten setzen auf das Angebot

Düsseldorf, 18. Juni 2021 – In Nordrhein-Westfalen wird die Behandlung per Videosprechstunde immer häufiger angeboten. Zwischen 2017 und 2019 hatten insgesamt nur 83 Mediziner und Psychotherapeuten aus NRW die Videosprechstunde mit der Barmer abgerechnet. Im dritten Quartal 2020 waren es 3.035. Im zweiten Quartal des vergangenen Jahres – also während des ersten Lockdowns der Corona-Pandemie - lag die Zahl sogar bei 4.979. Das geht aus einer Analyse der Barmer hervor. „Die Telemedizin ist eine zukunftsweisende Möglichkeit, um sowohl dem Therapie- und Behandlungsbedarf in der Pandemie als auch der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum gerecht zu werden“, sagt Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer der Barmer in NRW, zum deutlichen Anstieg bei den Behandlungen per Videosprechstunde.

 

Große Rolle der Videosprechstunde auch nach der Pandemie

Am häufigsten genutzt wird das Angebot der Videosprechstunden von Psychotherapeuten. 48,6 Prozent aller Videosprechstunden, die im dritten Quartal 2020 mit der Barmer in den Regionen der Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe abgerechnet wurden, sind von Psychotherapeuten durchgeführt worden. 13,6 Prozent entfielen in Westfalen-Lippe auf die Allgemeinmediziner (Nordrhein: 8,8 Prozent). Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten haben in Westfalen-Lippe 11,1 Prozent der abgerechneten Videosprechstunden erbracht (Nordrhein: 8,9 Prozent). Laut Heiner Beckmann könnte die Videosprechstunde auch nach der Pandemie eine wichtige Rolle in NRW spielen: „Die Videosprechstunde kann den Besuch bei Ärzten und Therapeuten ergänzen. Der direkte Patientenkontakt ist nach wie vor unerlässlich. Aber für Folge- oder Kontrolltermine könnte die Telemedizin das Mittel der Wahl sein.“

Webcode dieser Seite: p016974 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 18.06.2021
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