- Die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage ist in Niedersachsen das dritte Jahr in Folge leicht gesunken: Von durchschnittlich 23,8 Tagen im Jahr 2022 auf 23,1 Tage im Jahr 2025.
- Der Krankenstand sinkt in Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahr leicht von 6,43 Prozent (2024) auf 6,35 Prozent (2025).
- Im Jahr 2022 erreichte der Krankenstand u.a. aufgrund der Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsmeldung (eAU) ein Allzeithoch.
Hannover, 02.02.2026 - Die Anzahl der ärztlich bescheinigten Fehltage ist in Niedersachsen das dritte Jahr in Folge leicht zurückgegangen. Das zeigen aktuelle Auswertungen der BARMER. Im vergangenen Jahr wurden im Durchschnitt 23,1 Tage gezählt, an denen Beschäftigte mit einer Krankschreibung arbeitsunfähig waren. 2022 waren es noch 23,8 Tage.
„Das Rekordniveau im Jahr 2022 hängt auch mit der Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsmeldung (eAU) zusammen. Seitdem werden alle Krankschreibungen zuverlässig digital an die Kassen übermittelt. Vergleiche mit den Jahren vor 2022 sind daher nur eingeschränkt aussagekräftig“, erklärt Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Niedersachsen und Bremen. So erkläre sich weitestgehend auch der deutliche Anstieg der krankheitsbedingten Fehltage von 17,6 Tagen im Jahr 2021 auf 23,8 Tage im Jahr 2022.
„Auch pandemiebedingte Nachholeffekte haben die Arbeitsunfähigkeiten in den vergangenen Jahren beeinflusst. Mit zunehmendem zeitlichem Abstand zur Pandemie flacht dieser Effekt ab. Vor allem die Fehltage aufgrund von Atemwegserkrankungen gehen weiter leicht zurück“, so Sander.
Fragen und Antworten:
Weswegen waren die Menschen in Niedersachsen im Jahr 2025 am meisten krankgeschrieben?
Den größten Anteil an den Fehltagen haben psychische Leiden (5,19 Tage), Rückenleiden (4,18 Tage) und Atemwegserkrankungen (3, 98 Tage).
2024 lag die Zahl der Fehltage in diesen Diagnosegruppen in Niedersachsen bei 5,21 bei den psychischen Leiden, 3,99 bei den Atemwegserkrankungen, sowie 4,15 Fehltage aufgrund von Rückenleiden.
Welche Daten wurden ausgewertet?
Analysiert wurden die Daten von bei der BARMER versicherten Erwerbspersonen. Zu den Erwerbspersonen zählen versicherungspflichtig Beschäftigte und Arbeitslosengeld-I-Empfänger. Bei der BARMER in Niedersachsen waren im Jahr 2025 rund 760.000 Menschen krankenversichert.
Warum werden keine Daten von Kindern und BARMER-Versicherten ausgewertet, die nicht berufstätig und familienversichert sind?
Für diese Versichertengruppen liegen grundsätzlich keine Daten zu Arbeitsunfähigkeiten vor. Nur Erwerbspersonen müssen eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung einreichen, da sie Anspruch auf Krankengeld haben, das in der Regel nach der sechsten Krankheitswoche von der Kasse gezahlt wird.
Beziehen sich die Daten zu Krankenstand und Krankheitstagen nur auf BARMER-Versicherte?
Nein, die Daten wurden standardisiert, basierend auf Angaben des Statistischen Bundesamtes zu Erwerbstätigen nach Geschlecht und Altersgruppen.