Fachtagung „Versorgungsdialog“ in Hannover mit Themenschwerpunkt „Primärversorgung
Rund 70 Personen aus Wissenschaft, Praxis und Politik diskutieren über neue Modelle der Patientensteuerung, multiprofessionelle Zusammenarbeit und die Potenziale von KI-Tools
- „Um die medizinische Versorgung zukunftsfähig aufzustellen, brauchen wir eine deutliche Stärkung der Primärversorgungsebene. Eine engere Kooperation und Vernetzung von Haus- und Fachärzten mit anderen Berufsgruppen kann für mehr Kapazität im System sorgen“, sagt Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Niedersachsen und Bremen
Hannover, 04. Februar 2026 - Die Primärversorgung ist eine der tragenden Säulen unseres Gesundheitswesens. Kein Wunder also, dass sie längst im Mittelpunkt gesundheitspolitischer Debatten angekommen ist. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist ihre Weiterentwicklung ausdrücklich als Ziel benannt.
Beim 8. Versorgungsdialog der BARMER Landesvertretung Niedersachsen/Bremen und der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e.V in Hannover haben heute zahlreiche Expertinnen und Experten aus der Praxis, Politik und Wissenschaft über die Primärversorgung der Zukunft diskutiert.
Verbesserung der Zusammenarbeit im Gesundheitswesen
Für BARMER Landesgeschäftsführerin Heike Sander liegt der Schlüssel für eine Verbesserung der Primärversorgung nicht nur in der besseren Patientensteuerung, sondern auch in der Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen im Gesundheitswesen: „Um die medizinische Versorgung zukunftsfähig aufzustellen, brauchen wir eine deutliche Stärkung der Primärversorgungsebene. Eine engere Kooperation und Vernetzung von Haus- und Fachärzten mit anderen Berufsgruppen wie Pflegekräften, Community Health Nurses und Physician Assistants kann für mehr Kapazität im System und Entlastung sorgen.“
Im Rahmen einer effizienten Primärversorgung plädiert die BARMER-Landeschefin auch für den Ausbau digitaler Anwendungen: „Wir müssen dafür sorgen, dass sich Patientinnen und Patienten im Dschungel des Gesundheitswesens besser zurechtfinden und den richtigen Zugangsweg finden. Eine digitale Lösung für eine Ersteinschätzung kann hierfür ein gutes Instrument sein. Damit werden ärztliche Ressourcen entlastet und die Patientinnen und Patienten werden direkt an die richtige Stelle geleitet. Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass auch Menschen ohne digitale Kompetenzen weiterhin problemlos Zugang zur richtigen Versorgung haben.“
„Primärversorgung“ als besonders relevantes Thema
Mehr als 70 Personen vor allem aus dem Gesundheitswesen haben am diesjährigen Versorgungsdialog teilgenommen und mitdiskutiert: „Das Thema „Primärversorgung“ ist besonders aktuell und enorm relevant. Wir danken allen Teilnehmenden für die spannenden Impulse und anregenden Diskussionen. Der intensive Austausch hat gezeigt. dass bereits vielversprechende Konzepte und Visionen für eine moderne Primärversorgung existieren. Nun gilt es, die passenden Modelle in die breite Versorgungspraxis zu überführen“, so Heike Sander.