- Das app-gestützte Physiotherapieprogramm GLA:D kann die Lebensqualität von Arthrose-Patienten verbessern und Operationen möglichst vermeiden.
- „Mit GLA:D setzt die BARMER auf ein innovatives und wissenschaftlich belegtes Versorgungskonzept. Für unsere Versicherten ist GLA:D ein absoluter Gewinn“, sagt Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Niedersachsen und Bremen.
- Allein in Niedersachsen wurde 2024 bei rund 602.000 Menschen Kniearthrose und etwa 365.000 Menschen Hüftarthrose ärztlich dokumentiert
Hannover, 30. Januar 2026 – Schmerzen beim Gehen, Probleme im Alltag und eingeschränkte Beweglichkeit: Viele Menschen in Niedersachsen und Bremen leben mit einer Hüft- oder Kniearthrose. Für Betroffene gibt es nun eine neue Behandlungsoption. Seit Januar 2026 bietet die BARMER ihren Versicherten in Niedersachen und Bremen das aus Dänemark stammende Therapiekonzept GLA:D („Good Life with osteoArthritis in Denmark“) an. Das wissenschaftlich fundierte Programm kombiniert persönliche Physiotherapie mit einer begleitenden App und soll Schmerzen lindern, die Beweglichkeit verbessern und unnötige Operationen vermeiden. Nach einer dreijährigen erfolgreichen Testphase in Nordrhein-Westfalen wird das Programm nun schrittweise bundesweit etabliert. „Arthrose gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates in Deutschland und bringt für viele Betroffene extrem große Belastungen mit sich. Mit GLA:D setzt die BARMER auf ein innovatives und wissenschaftlich belegtes Versorgungskonzept, das die Lebensqualität verbessern kann. Für unsere Versicherten ist GLA:D ein absoluter Gewinn“, so Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Niedersachsen und Bremen.
Mehr Selbstkompetenz für die Patientinnen und Patienten
Das Versorgungsprogramm GLA:D, das gemeinsam mit der Deutschen Arzt Management GmbH entwickelt wurde, verbindet fundierte Informationen zur Arthrose, gezielte Patientenschulungen sowie strukturierte physiotherapeutische Trainings. Vorrangiges Ziel von GLA:D ist es, Beschwerden zu reduzieren, die Selbstkompetenz der Betroffenen zu stärken und operative Eingriffe möglichst zu vermeiden oder hinauszuzögern. Teilnehmende Netzwerkärztinnen und -ärzte könnten digital eine Verordnung für Patienten ausstellen. Sollte sich keine teilnehmende Arztpraxis in der Nähe befinden, gebe es auch die Möglichkeit, eine Verordnung von einer Online-Arztpraxis zu erhalten. Anschließend wählten Betroffene dann individuell eine GLA:D-Physiotherapiepraxis aus und starteten dort mit dem Programm. Das Programm wird nun schrittweise auch in Niedersachsen und Bremen etabliert.
Volksleiden Arthrose betrifft Millionen von Menschen
Wie groß der Bedarf an innovativen Arthrose-Therapien ist, zeigen Zahlen des BARMER-Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg). Allein in Niedersachsen wurde 2024 bei rund 602.000 Menschen Kniearthrose und etwa 365.000 Menschen Hüftarthrose ärztlich dokumentiert. Bundesweit litten mehr als 6,3 Millionen Menschen an Kniearthrose und mehr als 3,7 Millionen an Hüftarthrose. „Die tatsächliche Zahl der Betroffenen dürfte deutlich höher liegen, da nur Personen erfasst sind, die wegen ihrer Arthrose medizinische Hilfe in Anspruch genommen haben“, so Sander.
Der bundesweite Roll-out des Programms erfolgt nun schrittweise. In Niedersachsen und Bremen, sowie Hamburg, Bayern und Baden-Württemberg ist GLA:D seit dem 1. Januar 2026 verfügbar. Im Juli sollen Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern folgen. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen soll GLA:D am 1. Januar 2027 starten. Der Beginn des Konzepts in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Hessen ist für Juli 2027 geplant.