Drei Jahre Cannabis-Gesetz – Zwei Drittel der Cannabis-Anträge in MV bewilligt

Schwerin, 11. Februar 2020 – Seit Inkrafttreten des Cannabis-Gesetzes im Jahr 2017 hat die BARMER in Mecklenburg-Vorpommern bis Ende Januar dieses Jahres 369 Anträge auf Cannabis-haltige Arzneimittel erhalten. Davon wurden 243, also zwei Drittel bewilligt. 

Das geht aus einer aktuellen Analyse der BARMER anlässlich des dreijährigen Bestehens des Cannabis-Gesetzes hervor.„Richtig eingesetzt, kann Cannabis für schwerkranke Patientinnen und Patienten eine wertvolle Therapieoption sein, allerdings kein Allheilmittel. Cannabis-haltige Arzneimittel sollten daher nur durch Ärzte verordnet werden, die über das nötige Spezialwissen dieser hoch komplexen Arzneimittel verfügen“, sagt Henning Kutzbach, Landesgeschäftsführer der BARMER in Mecklenburg-Vorpommern. Auf diesem Wege würde Cannabis als Medizin bei Patienten gezielt eingesetzt werden.

Geringe Nachfrage nach „Cannabis auf Rezept“

Nach der BARMER-Analyse ist die Zahl der Anträge auf Kostenübernahme Cannabis-haltiger Arzneimittel in Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen Jahren leicht gestiegen. Während es sich von März bis einschließlich Dezember 2017 um 74 Anträge gehandelt habe, waren es im darauffolgen-den Jahr 129 und im Jahr 2019 insgesamt 156 Anträge. Die Fallzahlen in Mecklenburg-Vorpommern halten sich allerdings auf einem niedrigen Niveau. Bundesweit ist Bayern mit 3.029 Anträgen von März 2017 bis Ende Januar dieses Jahres Spitzenreiter. Nach Mecklenburg-Vorpommern sind nur in zwei Flächenländern weniger Anträge eingereicht worden: In Thüringen sind im genannten Zeitraum 307 Anträge und im Saarland 252 Anträge registriert. „Die geringen Fallzahlen hierzulande zeigen, dass die Nachfrage nach Cannabis-Medizin im Nordosten nach wie vor eher marginal ist“, so Henning Kutzbach.

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Webcode dieser Seite: p014652 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 11.02.2020
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