Pressemitteilungen aus Hessen

Hessenweit niedrigster Krankenstand in Frankfurt

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Frankfurt, 14. April 2022 – Beschäftigte in Frankfurt am Main hatten im Jahr 2021 mit im Schnitt 12,6 Fehltagen (Durchschnitt Hessen 16,6 Tage; Durchschnitt Bund 17,5 Tage) pro Kopf und einem Krankenstand von rund 3,5 Prozent die hessenweit geringsten krankheitsbedingten Fehlzeiten. Dies zeigt eine aktuelle Auswertung der Barmer unter rund 308.000 Erwerbspersonen in Hessen. Hauptursache für krankheitsbedingte Arbeitsausfälle in Frankfurt waren psychische Erkrankungen, die zu im Schnitt 3,3 Fehltagen führten (Durchschnitt Hessen: 3,7 Tage; Durchschnitt Bund 3,9 Tage). „Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen ist 2021 im Vergleich zum Jahr 2020 geringfügig, um im Schnitt 0,1 Tage pro Kopf, gestiegen. Die psychisch bedingten Fehlzeiten lagen in Frankfurt aber im vergangenen Jahr 11 Prozent unter dem hessischen Durchschnitt“, erklärt Martin Till, Landeschef der Barmer in Hessen. Muskel-Skelett-Erkrankungen, die häufig in der Form von Rückenleiden auftreten, sind die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit. In Frankfurt führten sie im Schnitt zu 2,3 Fehltagen. Auch dieser Wert lag 57 Prozent unter dem hessischen Durchschnitt sowie 42 Prozent unter dem Durchschnitt des Bundes. Erkrankungen des Atmungssystems traten mit 1,4 Fehltagen seltener auf als zuvor. Im Jahr 2020 führten sie in Frankfurt noch zu 2,1 Fehltagen pro Kopf. Auch Unfälle gehörten zu den Hauptursachen für krankheitsbedingte Fehlzeiten in Frankfurt, sie spielten aber mit im Schnitt 1,3 Fehltagen eine eher untergeordnete Rolle.

Regionale Abweichungen bei der Arbeitsunfähigkeit

Mit 21,4 Fehltagen pro Kopf und einem Krankenstand von 5,9 Prozent waren Beschäftigte im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis hessenweit am längsten arbeitsunfähig erkrankt. Die Zahl der Fehltage lag hier rund 29 Prozent über dem hessischen Durchschnitt. Der Schwalm-Eder-Kreis und der Kreis Hersfeld-Rotenburg waren ebenfalls mit im Schnitt 20,3 und 20,6 Fehltagen erheblich stärker betroffen als die Metropolregion Frankfurt. Auch unter Berufspendelnden aus der Umgebung Frankfurts lagen die krankheitsbedingten Fehlzeiten unter dem hessischen Durchschnitt von 16,6 Fehltagen. 12,9 Fehltage kamen unter Beschäftigten im Hochtaunuskreis zusammen, 13,4 im Main-Taunus-Kreis und 13,1 in Darmstadt. Der Wetteraukreis lag mit durchschnittlich 17 Fehltagen pro Kopf leicht über dem hessischen Durchschnitt. Hessenweit lag der Krankenstand bei weiblichen Beschäftigten rund 9,4 Prozent über dem der Männer. „Bei weiblichen Beschäftigten in Hessen führten psychische Erkrankungen zu im Schnitt 4,4 Fehltagen. Bei den Männern waren es hingegen 3,2 Tage“, so Till. Die erkennbar höhere Belastung bei weiblichen Beschäftigten resultiere leider noch immer häufig aus ungleich verteilter Care-Arbeit. 
 

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Dr. Carlo Thielmann
Pressesprecher Barmer Hessen
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