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Brustkrebs: Auch Männer in Hessen sind betroffen

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Frankfurt, 3. Februar 2022 – Auch Männer erkranken an Brustkrebs. Er tritt zwar wesentlich seltener auf, dafür wird der Tumor meistens erst spät entdeckt. Darauf weist die Barmer in Hessen anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar hin. Nach Auswertung von Barmer-Daten wird ein Mammakarzinom, so der medizinische Fachbegriff, jährlich bei etwa 0,02 Prozent der Männer und 2,67 Prozent der Frauen in Hessen festgestellt. Bundesweit erkranken jährlich circa 750 Männer und 70.000 Frauen an Brustkrebs. „Vielen Männern ist möglicherweise nicht bewusst, dass auch sie an Brustkrebs erkranken können. Deshalb gehen sie nicht gleich zum Arzt, wenn sie eine Veränderung des Brustgewebes feststellen. Je früher jedoch die Diagnose gestellt wird, desto besser sind die Heilungschancen“, erklärt Martin Till, Landeschef der Barmer in Hessen. Um auf Unterschiede wie diese hinzuweisen, setze sich die Barmer für eine geschlechterspezifische Medizin ein. „Männer und Frauen sind nicht gleich. Deshalb dürfen sie auch nicht gleich behandelt werden. Unser Geschlecht hat Einfluss darauf, wie Krankheiten entstehen, wie sie festgestellt und behandelt werden. Darauf machen wir aufmerksam“, so Till.

Der Krebs entsteht auch bei Männern in den Milchdrüsen

Bei allen Unterschieden zwischen Männern und Frauen gebe es in Bezug auf Brustkrebs auch Parallelen. Auch die männliche Brust habe Anlagen von Milchgängen. In diesen würden 80 Prozent aller Brustkrebserkrankungen entstehen, da diese Zellen besonders anfällig dafür seien. Weil bei Männern die Milchgänge aber schwächer ausgeprägt seien als bei Frauen, komme Brustkrebs bei ihnen seltener vor, erläutert Till. Männer aus Familien mit erblich bedingtem Brustkrebs und Männer mit einem erhöhten Östrogenspiegel hätten ein höheres Erkrankungsrisiko. Ein wichtiges Anzeichen für ein Mammakarzinom sei auch bei Männern ein einseitiger, meist schmerzloser harter Knoten in der Brust. Auch geschwollene Lymphknoten in der Achsel, Flüssigkeitsabsonderungen aus der Brust, Schorf oder kleine Entzündungen an der Brustwarze können ein Anzeichen für männlichen Brustkrebs sein. „Bei Veränderungen im Brustbereich sollte auf jeden Fall die Hausarztpraxis aufgesucht werden, um die Symptome abklären zu lassen“, rät Till.

Kontakt für die Presse:

Dr. Carlo Thielmann
Pressesprecher Barmer Hessen
Telefon: 0800 33 30 04 35 2205
E-Mailpresse.he@barmer.de
Twitter: twitter.com/BARMER_HE

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