Pressemitteilungen aus Hessen

Lesedauer unter 1 Minute

Von einer Erkältung zur Herzmuskelentzündung

Lesedauer unter 1 Minute

Frankfurt, 25.November 2019 – Mehr als 3.100 Menschen in Hessen erkrankten im Jahr 2017 an einer Herzmuskelentzündung. Ursache für die Akute Myokarditis sind häufig Erkältungs-, Grippe-, Herpes- oder auch Masernviren. „Wenn bei Viruserkrankungen Symptome wie Schwäche und Erschöpfung nicht abklingen, sollte man den Hausarzt aufsuchen. Denn dahinter kann eine Herzmuskelentzündung stecken. Wird sie nicht rechtzeitig behandelt, droht eine chronische Herzschwäche oder es können akut schwere Herzrhythmusstörungen entstehen, die sogar zum plötzlichen Herztod führen können“, sagt Norbert Sudhoff, Landesgeschäftsführer der Barmer, anlässlich der Herzwochen im November.

Auf diffuse Symptome achten

Die Symptome einer Herzmuskelerkrankung seien so schwer zu erkennen, weil die Entzündung der Herzmuskelzellen meist schmerzlos erfolge. Herzklopfen oder Herzstolpern könnten auftreten, seien aber nicht die Regel. Hinweise auf eine Herzmuskelentzündung seien eher diffuse Symptome wie zum Beispiel Müdigkeit, deutlich verringerte Belastbarkeit, Appetitlosigkeit und Gewichtsschwankungen. Außer Viren könnten auch Bakterien eine Herzmuskelentzündung auslösen, beispielsweise Scharlacherreger oder die Erreger einer Mandelentzündung.

Absolute Schonung notwendig

Ob eine Herzmuskelentzündung vorliegt, kann durch verschiedene Untersuchungen festgestellt werden. Dazu gehören EKG, Ultraschall des Herzens und auch die Blutuntersuchung. Erst wenn die Ursache für die Herzmuskelerkrankung bekannt ist, kann eine gezielte Therapie beginnen. Bei einer durch Bakterien ausgelösten Entzündung können Antibiotika eingesetzt werden. Häufig werden auch Medikamente verordnet, die die Herzarbeit entlasten, beispielsweise Betablocker. Für eine vollständige Genesung ist absolute Schonung das wichtigste Mittel. Jede Anstrengung für das Herz sollte vermieden werden, um keine langfristigen Folgen zu riskieren.

Ihr Ansprechpartner für Journalisten:

Dr. Carlo Thielmann
Pressesprecher Barmer Hessen
Telefon: 0800 33 30 04 35 2205
E-Mailpresse.he@barmer.de

Webcode: p012584 Letzte Aktualisierung: 25.11.2019
Nach oben