Viele positive Signale zur Gesundheitsversorgung im hessischen Koalitionsvertrag

Frankfurt, 21. Dezember 2018 – „Der vorgestellte Koalitionsvertrag enthält in den Teilbereichen Gesundheit und Pflege zahlreiche positive Signale für eine gute Versorgung in ganz Hessen“, bewertet Norbert Sudhoff, Landesgeschäftsführer der Barmer Hessen den in Wiesbaden vorgestellten Entwurf. Dieses Papier zeige deutlich, dass man die Sicht der Patientinnen und Patienten in Hessen in den Vordergrund gestellt habe.

Sektorenübergreifen Versorgung stärken

„Ohne die Vernetzung von ambulanter und stationärer Versorgung ist eine optimale flächendeckende Versorgung zukünftig nicht möglich. Darum begrüßen wir ausdrücklich, dass sich die neue Landesregierung dafür auf Bundes- und Landesebene einsetzen wird“, so Sudhoff. „Die geplante Förderung von neuen Versorgungsmodellen und kooperativen Konzepten kann für die gesundheitliche Versorgung insbesondere im ländlichen Bereich einen wichtigen Beitrag leisten.“

Stationäre Versorgung sichern

Die künftige Landesregierung plant eine deutliche Erhöhung der Investitionskosten für Krankenhäuser. „Das ist genau der richtige Ansatz, um die Finanzierung der stationären Versorgung im Land sicher zu stellen“, meint Sudhoff, gibt aber gleichzeitig zu bedenken, dass eine Verdoppelung der Quote, von derzeit vier auf mindestens acht Prozent nötig ist, um den Investitionsbedarf der Kliniken zu decken. Auch die Bildung von klinischen Versorgungsverbünden unter qualitativen Gesichtspunkten, wie sie bereits an einigen hessischen Standorten umgesetzt werden, ist aus seiner Sicht zu begrüßen und sollte konsequent fortgesetzt werden.

Häusliche Pflege unterstützen

Über 54 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in Hessen werden durch Angehörige zu Hause gepflegt. Der Koalitionsvertrag setze deswegen die richtigen Prioritäten, wenn es darum geht Pflegebedürftige und deren Angehörige in ihrem gewohnten Umfeld zu unterstützen und deren Teilhabe am Leben zu stärken. „Insgesamt eine gelungene Grundlage mit viel Potential für Hessen, wenn es gelingt dies in die Tat umzusetzen“, kommentiert Sudhoff den vorgelegten Entwurf. 

Webcode dieser Seite: p010755 Autor: Barmer Erstellt am: 21.12.2018 Letzte Aktualisierung am: 21.12.2018
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