Hantaviren: Risikogebiete auch in Hessen

Frankfurt, 19.04.2017 - Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen? Nicht immer steckt dahinter eine Grippe. Die Symptome einer Hantavirus-Infektion ähneln denen einer Grippe. Übertragen wird das Virus über Speichel, Urin und Kot von infizierten Rötelmäusen, damit kann man bei der Haus- und Gartenarbeit, beim Sport oder beim Zelten in Kontakt kommen. Erhöhte Vorsicht gilt vor allem in verschiedenen hessischen Kreisen, so das Robert Koch Institut (RKI). Im ersten Quartal 2017 wurden bereits 11 Fälle gemeldet, davon vier im Wetteraukreis, zwei im Schwalm-Eder Kreis und jeweils ein Fall in den Landkreisen Main-Kinzig, Gießen, Vogelsberg, Kassel und Fulda. Eine Impfung gegen das gefährliche Hantavirus, das unerkannt die Nieren schädigen kann, gibt es nicht. Mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen lässt sich die Infektionsgefahr aber reduzieren:

  • Keinen Staub aufwirbeln: Eine Infektion mit dem Hantavirus kann durch das Einatmen von kontaminiertem Staub erfolgen. Deshalb sollten Räume wie Keller, Dachböden, Schuppen und Scheunen vor dem Betreten sehr gut gelüftet werden. Zudem kann durch Befeuchten eine Staubentwicklung vermieden werden.
  • Atemschutz und Handschuhe tragen: Beim Arbeiten, Aufräumen, Fegen und Putzen sollten Atemschutzmaske und Einmalhandschuhe getragen werden, da das Hantavirus auch durch den Kontakt von verletzter Haut mit kontaminierten Materialien erfolgen kann.
  • Nager gezielt bekämpfen: Im Wohnumfeld sollten die allgemeinen Hygienemaßnahmen eingehalten und Mäuse intensiv bekämpft werden.
  • Lebensmittel richtig lagern: Damit sich die Nager erst gar nicht häuslich einreichten, sollten Lebensmittel sicher gelagert werden.
  • Vor dem Entsorgen desinfizieren: Tote Tiere und deren Exkremente sollten mit Desinfektionsmittel besprüht, nur mit Handschuhen angefasst und anschließend in einer gesonderten Plastiktüte im Hausmüll entsorgt werden.
Webcode dieser Seite: p007543 Autor: Barmer Erstellt am: 19.04.2017 Letzte Aktualisierung am: 19.04.2017
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