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Kampf gegen Brustkrebs

Innovationsfondsprojekt Pro B erhält Eugen Münch-Preis

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Im Jahr 2021 startete das Innovationsfondsprojekt PRO B zur besseren Versorgung von Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs. Nun hat das Projekt, an dem die Barmer beteiligt ist, eine besondere Auszeichnung erhalten. Projektleiterin Prof. Dr. Maria Margarete Karsten, Leitende Oberärztin am Brustkrebszentrum der Universitätsmedizin Berlin (Bildmitte), nahm am 20.November 2025 den mit 20.000 Euro dotierten Eugen Münch-Preis entgegen. Mit diesem Preis zeichnet die Rhön-Stiftung jährlich Arbeiten aus, die das Potenzial haben, die Qualität der Gesundheitsversorgung zu verbessern und das Gesundheitssystem effizienter zu gestalten. Im Fokus stehen dabei besonders der kreative Einsatz neuer Technologien und die Nutzung der Potenziale, die sich durch Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Robotik ergeben. Auch neue Versorgungs- und Behandlungsmodelle, Vergütungssysteme oder eine Anpassung der Berufsbilder an die Gesundheitsversorgung der Zukunft werden prämiert.

Erste Ergebnisse des Projekts haben Jury überzeugt

Gut 900 Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs haben am Projekt PRO B bisher teilgenommen. PRO steht für Patient-Reported Outcomes, B für Brustkrebs. Mit Hilfe einer App werden die Teilnehmerinnen regelmäßig zu ihrem Befinden befragt – detaillierter und strukturierter als es Ärztinnen und Ärzten im Klinikalltag möglich ist. Indem der Algorithmus die Antworten der Patientinnen in numerische Scores übersetzt, macht er Veränderungen der Symptomatik und Wirkungen von Interventionen in kürzester Zeit sichtbar. Bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes löst das System automatisch Alarm aus und bringt Ärztin und Patientin innerhalb kürzester Zeit zum Gespräch über geeignete Maßnahmen zusammen. Wie die Studie zeigte, führte das digitale PRO-Monitoring zu einer signifikanten Reduktion der Mortalität um 29 Prozent im Vergleich zur Kontrollgruppe; gleichzeitig wurden die Symptome der Fatigue ebenfalls signifikanter reduziert, was zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität beiträgt. Diese ersten Studienergebnisse haben die Jury des Eugen Münch-Preises überzeugt. Mit dem Preisgeld von 20.000 Euro wurde direkt ins Projekt investiert, indem die Stelle eines Datenanalysten verlängert wurde.