Barmer-Pflegereport 2021

Mehr Pflegebedürftige in Berlin als bisher erwartet

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Berlin, 5. April Februar 2022 – In den kommenden Jahren wird es in Berlin deutlich mehr pflegebedürftige Menschen geben, als bisher angekommen. Das geht aus dem aktuellen Pflegereport der Barmer hervor. Demnach wird die Zahl der Pflegebedürftigen von heute 164.000 auf rund 240.000 im Jahr 2030 wachsen. Das sind 43.000 mehr als bisher angenommen. Als Grund für den stärkeren Anstieg nennt die Barmer die letzten Reformen der Pflegeversicherung, die den Kreis der Leistungsberechtigten erweitert haben. „Mit dem Anstieg der Anzahl Pflegebedürftiger wird der Bedarf an Pflegekräften noch größer. Schon heute sind hunderte Pflegestellen in Berlin unbesetzt. Die Landesregierung muss die bereits ergriffenen Maßnahmen zu Fachkräftegewinnung energisch fortsetzen“, sagt Gabriela Leyh Landesgeschäftsführerin der Barmer Berlin/Brandenburg. 

Pflegeberufe attraktiver machen, um Notstand vorzubeugen

Den Bedarf an Pflegekräften prognostiziert die Barmer bis zum Jahr 2030 auf rund 42.000, rund 10.000 mehr als heute. „Die Abschaffung des Schulgeldes war ein wichtiger Schritt, die Pflegeausbildung attraktiver zu machen. Mit verbesserten Arbeitsbedingungen muss es nun gelingen, Pflegekräfte länger im Beruf zu halten, zum Beispiel mit Arbeitszeitmodellen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern“, sagt Leyh.

Land muss Pflegebedürftige vor finanzieller Überforderung schützen

Neben Fachkräftesicherung bräuchte es außerdem eine Lösung, um Pflegebedürftige und ihre Familien vor finanziellen Überforderungen zu schützen. „Schon heute müssen Versicherte für einen Platz im Pflegeheim im Durchschnitt über 2.128 Euro im Monat aus eigener Tasche zahlen. Das Land Berlin könnte diesen Betrag senken, in dem es seiner gesetzlichen Pflicht nachkommt, die Investitionskosten zu übernehmen, die bisher die Pflegebedürftigen tragen müssen“, so Leyh
 

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Pressesprecher Barmer Berlin-Brandenburg
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