Krankschreibungen wegen COVID-19

Brandenburg traf es 2021 besonders hart

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Berlin, 23. Februar 2022 – Brandenburg war im vergangenen Jahr besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Das geht aus einer Analyse der Barmer zu den Krankschreibungen im Jahr 2021 hervor. Demnach erreichte die Coronawelle in der Woche vom 13. bis 19. Dezember (KW 50) ihren Höhepunkt. Von 10.000 Barmer-Versicherten mit Anspruch auf Krankengeld waren in dieser Woche in Brandenburg 104 und im Bundesdurchschnitt 59 Personen krankgeschrieben. „Über den ganzen Jahresverlauf hinweg, liegen die Krankschreibungen wegen einer COVID-19 Infektion in Brandenburg deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die Ursachen hierfür dürften vielseitig sein. Neben der Impfquote spielt dabei auch die Beschäftigungsstruktur eine Rolle. In vielen Branchen können die Beschäftigen nicht im Homeoffice arbeiten und unterliegen deshalb einem erhöhten Ansteckungsrisiko“, sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der Barmer Berlin/Brandenburg.

Krankschreibungen haben sich von Sommer auf Winter versiebenfacht

Im Jahresdurchschnitt waren in Brandenburg je Kalenderwoche 786 Barmer-Versicherte wegen COVID-19 arbeitsunfähig gemeldet. Zwischen dem 16. und 22. August (KW 33) lagen die Krankenmeldungen mit rund 300 am niedrigsten. Dieser Wert hat sich bis Ende des Jahres versiebenfacht und lag zwischen dem 13 bis 19. Dezember mit rund 2.100 krankgeschriebenen Barmer-Versicherten am höchsten.

Frauen häufiger als Männer wegen Corona krankgeschrieben

Wie aus der Analyse der Barmer weiter hervorgeht, waren im Jahr 2021 durchgängig mehr Frauen als Männer wegen Corona krankgeschrieben. Vom 13. bis 19. Dezember (KW 50) waren beispielsweise bundesweit 13.195 Frauen und 9.350 Männer mit Anspruch auf Krankengeld arbeitsunfähig. „Frauen arbeiten häufiger in sozialen Berufen als Männer, etwa in der Pflege. Hier kommen sie eher mit dem Coronavirus in Kontakt und erkranken daran“, sagt Leyh. So seien beispielsweise im Jahr 2021 im Schnitt 0,33 Prozent der Barmer-versicherten Berufstätigen in der Altenpflege wegen Corona krankgeschrieben gewesen. In der Informatik hingegen, wo immer noch ein Großteil der Beschäftigten männlich sei, habe der Corona-bedingte Krankenstand bei 0,06 Prozent gelegen. In dieser Branche sei weitestgehend Homeoffice möglich, was mit zu einer niedrigeren Infektionsrate beigetragen haben dürfte. Eine weitere Ursache für mehr Corona-Infektionen bei Frauen sei, dass sie häufiger in der Familie die Pflege von erkrankten Personen übernehmen würden.

Dritte Corona-Welle trifft ältere Beschäftigte, vierte Welle die jüngeren

Laut der Barmer-Analyse hat die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr die Beschäftigten je nach Altersgruppe unterschiedlich stark getroffen. Während der zweiten und dritten Welle waren die älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dreimal häufiger wegen Corona krankgeschrieben als die jüngeren. Vom 17. bis 23. Januar (KW 3) waren unter den Beschäftigten ab 60 Jahren 56 von 10.000 Barmer-Versicherten arbeitsunfähig. Bei den Unter-20-Jährigen und bei den 20- bis 39-Jährigen traf dies auf etwa 20 bis 21 von 10.000 Personen zu. In der vierten Welle kehrte sich dieser Trend um. So seien in der Kalenderwoche 48 vom 28. November bis 4. Dezember bei den Unter-20-Jährigen 82 von 10.000 und bei der Gruppe ab 60 Jahren 68 je 10.000 Barmer-Versicherte mit Krankengeldanspruch arbeitsunfähig gemeldet gewesen.

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Pressesprecher Barmer Berlin-Brandenburg
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