Welt-Alzheimer-Tag am 21. September - Ein gesunder Lebensstil kann Demenz vorbeugen

Berlin, 20. September 2021 – In Berlin leiden laut der Berliner Alzheimergesellschaft e. V. rund 42.000 Menschen an einer demenziellen Erkrankung, Tendenz steigend. Denn weit verbreitete Volkskrankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck können aktuellen Studien zufolge die Entstehung einer Demenz oder Alzheimererkrankung begünstigen. „Neben genetischen Veranlagungen stehen Bluthochdruck und Diabetes mellitus Typ 2 in Zusammenhang mit einem ungesunden Lebensstil. Beide Erkrankungen sollten als Risikofaktor für demenzielle Erkrankungen ernst genommen und möglichst früh behandelt werden“, sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der Barmer Berlin/Brandenburg anlässlich des Welt-Alzheimer-Tages am 21. September.

27 Prozent der Berlinerinnen und Berliner haben Bluthochdruck

Im Jahr 2019 diagnostizierten Berlins Ärztinnen und Ärzte bei rund 27 Prozent der Bevölkerung einen Bluthochdruck und bei rund neun Prozent Diabetes mellitus Typ 2. Nach aktueller Studienlage gehen 30 Prozent aller demenziellen Erkrankungen auf Bluthochdruck im mittleren Lebensalter zurück. Wer an Diabetes leidet hat ein um 50 Prozent erhöhtes Risiko, an einer Demenz zu erkranken. „Neben Diabetes und Bluthochdruck gilt auch Rauchen als großer Risikofaktor für eine demenzielle Erkrankung“, sagt Leyh. So hätten starke Raucher eine 80 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken als Menschen, die niemals geraucht haben. Ursache sei die gefäßschädigende Wirkung des Rauchens.

Auf ausgewogene Ernährung und viel Bewegung setzen

Lässt sich eine Demenz also durch den Verzicht auf Tabak und einen gesunden Lebensstil vorbeugen? Studien legen dies nahe. „Insbesondere der Effekt einer mediterranen Ernährung mit einem hohen Anteil an Früchten, Gemüse, Hülsenfrüchten, Getreideprodukten, Fisch und ungesättigten Fettsäuren bei gleichzeitig niedrigem Anteil an Fleisch und Milchprodukten, wirkt sich laut Studien positiv auf kognitive Fähigkeiten aus“, sagt Leyh. Außerdem reduziere regelmäßig körperliche Aktivität das Demenzrisiko um 28 Prozent und das Alzheimerrisiko um 45 Prozent.


Webcode dieser Seite: p017323 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 20.09.2021
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