Patienten mit Herzinsuffizienz profitieren von erweiterter telemedizinischer Betreuung.
Ziel der Kooperation zwischen dem Telemedizin-Zentrum des TUM Klinikums und der BARMER ist es Notfälle frühzeitig zu erkennen, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.
Auch die Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung wird im gestärt.
München, 17. Februar 2026 - Patientinnen und Patienten des TUM Klinikums Rechts der Isar, die aufgrund einer Herzinsuffizienz behandelt werden und bei der BARMER in Bayern versichert sind, profitieren ab sofort von einer erweiterten telemedizinischen Betreuung. Grundlage ist ein neuer Selektiv-Vertrag zwischen dem TUM Klinikum--Klinikum-der-Technischen-Universität-München und der BARMER. Ziel ist es, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden, Notfälle frühzeitig zu erkennen und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu erhöhen. "Der neue Versorgungsvertrag ist ein großer Gewinn für unsere Versicherten. Die telemedizinische Betreuung ermöglicht eine frühere Erkennung von Risiken, weniger Krankenhausaufenthalte und mehr Sicherheit im Alltag", sagt Alfred Kindshofer, Landesgeschäftsführer der BARMER in Bayern.
Weniger Krankenhauseinweisungen durch Telemonitoring
"Herzschwäche bleibt trotz moderner Therapien eine der häufigsten Ursachen für Klinikeinweisungen und Todesfälle", ergänzt Dr. Eimo Martens, Oberarzt und Leiter der Device-Therapie am Telemedizin-Zentrum. "Telemonitoring kann nachweislich sowohl Krankenhauseinweisungen als auch die Sterblichkeit senken." Beim Telemonitoring werden wichtige Gesundheitswerte über digitale Messgeräte regelmäßig erhoben und sicher an das TMZ übertragen. So ist eine engmaschige medizinische Überwachung auch außerhalb der Klinik möglich.
Im Programm erhalten Patientinnen und Patienten während des Klinikaufenthaltes oder über niedergelassene Ärztinnen und Ärzte die benötigte technische Ausstattung – etwa ein Blutdruckmessgerät und ein mobiles EKG--Elektrokardiogramm-Gerät – sowie eine kurze Einführung zur täglichen Selbstmessung zuhause. Die Daten wertet die Hochschulambulanz des TUM Klinikums--Klinikum-der-Technischen-Universität-München aus. Bei Auffälligkeiten werden die behandelnden Ärztinnen und Ärzte unverzüglich informiert.
Die Kooperation stärkt die Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung und ermöglicht eine strukturierte, leitlinienorientierte Betreuung. Zudem können nun auch Haus- und Fachärzte Patientinnen und Patienten in das Programm einschließen. "Damit verbessern wir die Behandlungsqualität für BARMER-Versicherte mit Herzinsuffizienz in Bayern deutlich", so Martens.
Fragen und Antworten:
Warum macht Telemonitoring bei Herzinsuffizienz Sinn?
Die Herzinsuffizienz – umgangssprachlich auch als Herzschwäche bezeichnet – zählt in Deutschland zu den häufigsten Erkrankungen und Todesursachen. Das Telemonitoring rettet nachweislich Leben, verlängert die Lebensdauer und verhindert viele Krankenhauseinweisungen.
Wie zeigt sich eine Herzinsuffizienz?
Eine Herzinsuffizienz ist die Folge einer Schädigung des Herzmuskels. Die Ursache dafür kann eine Infektion des Herzmuskels, ein Herzinfarkt oder auch Alkoholmissbrauch sein. Menschen, die unter einer Herzinsuffizienz leiden, müssen sehr häufig im Krankenhaus behandelt werden. Oft handelt es sich dabei um ungeplante Notfalleinweisungen. Das ist ein Zeichen für ein systematisches Versorgungsproblem, denn offenbar bleibt eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes dieser Menschen häufig so lange unerkannt, bis eine akute Notsituation eintritt.