Pollenflug startet: Vor allem Kinder können von Immuntherapie profitieren

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München, 23. Januar 2026 – Wer unter Heuschnupfen leidet, sollte bald mit einer Immuntherapie starten, der sogenannten Hyposensibilisierung. Sie sorgt dafür, dass sich der Körper nach und nach an die Pollen gewöhnt. So fällt die allergische Reaktion, also juckende Augen, laufende Nase oder Niesattacken, später deutlich schwächer aus. Im besten Fall verschwinden die Beschwerden sogar ganz. "An Weihnachten und Silvester war es kalt, und auch Mitte Januar gab es nochmal Frost. Doch insgesamt werden die Winter immer wärmer und deshalb beginnt der Pollenflug jedes Jahr früher und die ersten Hasel-Pollen fliegen bereits. Wer Heuschnupfen hat, sollte die Immuntherapie nicht länger vor sich herschieben", sagt Alfred Kindshofer, Landesgeschäftsführer der BARMER in Bayern. Denn eine Kurzzeit-Immuntherapie gegen Heuschnupfen erfolge in mehreren Sitzungen und benötige einige Wochen Zeit. "Bei der Hyposensibilisierung wird die Ursache des Heuschnupfens behandelt, nämlich die Überreaktion des Immunsystems auf die sonst harmlosen Pollen. Dazu werden Allergene verabreicht, die eine Immunreaktion auslösen." Wer früh anfange habe deutlich bessere Chancen, den Frühling und Sommer ohne verstopfte Nase und tränende Augen genießen zu können. Aber selbst, wenn die Pollen schon fliegen, sei der Start einer Immuntherapie für viele Betroffene noch möglich.

Mit rechtzeitiger Immuntherapie Asthma vorbeugen

Heuschnupfen ist nicht nur lästig. Viele Betroffene fühlen sich auch müde und weniger leistungsfähig. Unbehandelt könnten daraus sogar weitere Allergien oder Asthma entstehen. Um das zu verhindern, rät Alfred Kindshofer zu einer Langzeittherapie, die etwa drei Jahre dauert. "Der Aufwand zahlt sich aus, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Bei ihnen sind die Erfolgsaussichten am höchsten." Laut BARMER sei im Jahr 2024 bei mehr als vier Prozent der bayerischen Kinder im Alter bis neun Jahren Asthma ärztlich festgestellt worden. Das wären fast 53.500 kleine Patientinnen und Patienten. In dieser Zahl sind auch Formen von nicht-allergischem Asthma enthalten.

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