Dieses Bild zeigt verschwommen eine Person mit Taschentuch, im Vordergund hängen Pollenblüten herab
Vor allem Kinder können von einer Hyposensibilisierung profitieren

Pollenflug: Höchste Zeit für eine Immuntherapie

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Stuttgart, 22. Januar 2026 – Wer unter Heuschnupfen leidet, sollte bald mit einer Immuntherapie starten, der sogenannten Hyposensibilisierung. Sie sorgt dafür, dass sich der Körper nach und nach an die Pollen gewöhnt. So fällt die allergische Reaktion, also juckende Augen, laufende Nase oder Niesattacken, später deutlich schwächer aus. Im besten Fall verschwinden die Beschwerden sogar ganz.

"An Weihnachten und Silvester war es kalt, und auch Mitte Januar gab es nochmal Frost. Deshalb konnten Allergiker durchatmen. Doch insgesamt werden die Winter immer wärmer und deshalb beginnt der Pollenflug jedes Jahr früher. Wer Heuschnupfen hat, sollte die Immuntherapie nicht länger vor sich herschieben", sagt Winfried Plötze, Landesgeschäftsführer der Barmer in Baden-Württemberg. Denn eine Kurzzeit-Immuntherapie gegen Heuschnupfen erfolge in mehreren Sitzungen und benötige einige Wochen Zeit. "Bei der Hyposensibilisierung wird die Ursache des Heuschnupfens behandelt, nämlich die Überreaktion des Immunsystems auf die sonst harmlosen Pollen. Dazu werden Allergene verabreicht, die eine Immunreaktion auslösen." Wer früh anfange habe deutlich bessere Chancen, den Frühling und Sommer ohne verstopfte Nase und tränende Augen genießen zu können. Aber selbst, wenn die Pollen schon fliegen, sei der Start einer Immuntherapie für viele Betroffene noch möglich.

Mit rechtzeitiger Immuntherapie Asthma vorbeugen

Heuschnupfen ist nicht nur lästig. Viele Betroffene fühlen sich auch müde und weniger leistungsfähig. Unbehandelt könnten daraus sogar weitere Allergien oder Asthma entstehen. Um das zu verhindern, rät Winfried Plötze zu einer Langzeittherapie, die etwa drei Jahre dauert. "Der Aufwand zahlt sich aus, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Bei ihnen sind die Erfolgsaussichten am höchsten. Laut Barme sei im Jahr 2024 bei mehr als vier Prozent der baden-württembergischen Kinder im Alter bis neun Jahren Asthma ärztlich festgestellt worden. Das wären fast 45.000 kleine Patientinnen und Patienten. Allerdings sind in dieser Zahl auch Formen von nicht-allergischem Asthma enthalten.

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