Die Baden-Württemberger waren letztes Jahr weniger krankgeschrieben
- Der Krankenstand sinkt in Baden-Württemberg von 5,19% (2024) auf 5,02% (2025).
- Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage sinkt im Jahresvergleich von 1.896 auf 1.833.
- Baden-Württemberg hat bundesweit die wenigsten Krankheitstage und den niedrigsten Krankenstand.
- "Wir gehen davon aus, dass sich der Nachholeffekt nach der Pandemie weiter abgeschwächt hat." Winfried Plötze, Landesgeschäftsführer der Barmer in Baden-Württemberg
Stuttgart, 27. Januar 2026 - Die Menschen in Baden-Württemberg waren im vergangenen Jahr seltener krankgeschrieben als 2024. Das geht aus den Daten der Barmer hervor. Im Jahr 2024 wurden im Schnitt 1.896 Krankheitstage je 100 Versicherte erfasst. Im vergangenen Jahr waren es 1.833. Der Krankenstand sank von 5,19 auf 5,02 Prozent. Damit waren von 1.000 baden‑württembergischen Beschäftigten täglich mehr als 50 krankgeschrieben. "Wir gehen davon aus, dass sich der Nachholeffekt nach der Coronapandemie weiter abgeschwächt hat. Nachdem das Kontaktverbot aufgehoben worden war, trafen die Krankheitserreger zunächst auf ein untrainiertes Immunsystem. Deshalb gab es in den letzten Jahren deutlich mehr Fälle von Atemwegserkrankungen. Und dieser Effekt scheint nachzulassen. Gerade Atemwegsinfekte sind 2025 im Vergleich zu den Vorjahren eher moderat ausgefallen", erklärt Winfried Plötze, Landesgeschäftsführer der Barmer in Baden‑Württemberg. Die Fehltage wegen Atemwegsinfekten seien in Baden-Württemberg um acht Prozent zurückgegangen. Bei klassischen Erkältungskrankheiten wie Schnupfen oder Mandelentzündung wurden sogar 10,2 Prozent weniger Krankheitstage verzeichnet. Plötze: "Im Jahr 2022 hatten die Fehlzeiten in Baden-Württemberg ein Allzeithoch erreicht und der Treiber dieser Entwicklung waren damals Coronainfektionen und die Grippe. Jetzt normalisiert sich das Infektionsgeschehen und wir steuern langsam ruhigerem Fahrwasser entgegen." Auch bundesweit zeigt sich ein Rückgang. Deutschlandweit wurden 2.202 Krankheitstage je 100 Versicherte registriert, nach 2.253 im Vorjahr. Der Krankenstand sank von 6,17 auf 6,03 Prozent. Die Baden-Württemberger sind bei den Fehlzeiten das Schlusslicht, im positiven Sinn. Denn in keinem anderen Bundesland verzeichnete die Kasse weniger Krankheitstage und einen niedrigeren Krankenstand. Am häufigsten krankgeschrieben waren die Menschen in Mecklenburg‑Vorpommern mit 2.663 AU‑Tagen je 100 Versicherten. Der Krankenstand lag dort bei 7,29 Prozent.
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