Meilenstein für einen fairen Kassenwettbewerb

Bundestag beschließt Fairer-Kassenwettbewerb-Gesetz

Stuttgart, 14. Februar 2020 – Der Bundestag hat gestern das Fairer-Kassenwettbewerb-Gesetz (FKG) verabschiedet. Durch das Gesetz wird die Finanzierung der Krankenkassen durch den sogenannten morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) auf neue Beine gestellt. Der baden-württembergische Landesgeschäftsführer der Barmer, Winfried Plötze, hält das FKG für einen Meilenstein. "Durch die Neuregelung des Morbi-RSA können ungerechtfertigte finanzielle Verwerfungen abgebaut werden, die nichts mit einem Wettbewerb um gute Versorgung zu tun haben." Dass Baden-Württemberg durch das FKG Geld für die Patientenversorgung entzogen werde, sei laut Plötze falsch. Der Morbi-RSA sei ein Finanzierungs- und kein Versorgungssystem, durch das alle Krankenkassen so viel Geld erhalten, wie sie für ihre Versicherten in Baden-Württemberg benötigen würden.

Fehlerhafter Morbi-RSA: Region schlägt Management

Der Morbi-RSA ist eine Ausgleichszahlung, der die Unterschiede in der Versichertenstruktur der Krankenkassen ausgleichen soll. Allerdings habe er in der Vergangenheit die regional unterschiedlichen Ausgaben nicht berücksichtigt. So entstünden in den Städten pro Kopf höhere Kosten als auf dem Land, weil es dort mehr Ärzte, Therapeuten und Kliniken gebe. Dadurch hätten bundesweit agierende Kassen im Schnitt zu wenig und regional aufgestellte Kassen zu viel Geld aus dem Gesundheitsfonds erhalten. Plötze: "Die finanzielle Kluft zwischen den Kassen ging durch den fehlerhaften Morbi-RSA immer weiter auseinander. Diese Lücke hätte kein noch so gutes Management schließen können."

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Pressesprecherin Barmer Baden-Württemberg
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Webcode dieser Seite: p014676 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 16.03.2020
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