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STANDORTinfo - Der Newsletter der Barmer Landesvertretung Baden-Württemberg

10-Punkte-Papier 2.0 der Barmer zur sektorenübergreifenden Versorgung

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Die Barmer hat ihr 10-Punkte-Papier zur sektorenübergreifenden Versorgung überarbeitet. Mit diesem möchten wir dazu anregen, die sektorenübergreifende Versorgung nicht auf die lange Bank zu schieben. Stattdessen sollten wir bereits vorhandene Instrumente nutzen. Oder jene, die schnell bereitgestellt werden können. 

Die Digitalisierung mit einem Schwerpunkt auf der elektronischen Patientenakte steht im Vordergrund des 10-Punkte-Papiers 2.0. Zentral ist auch ein neues Rollenverständnis für die ärztlichen und nichtärztlichen Berufe, die Forderung nach einer Ausweitung der Delegation und einem neuen Berufsbild der Medizinassistenz. Und da der Aufbau von sektorenübergreifenden Versorgungsstrukturen einen Umbau der Krankenhauslandschaft bedingen, geht das das Papier in Punkt vier auf ein gestuftes Versorgungskonzept für den Krankenhausbereich ein. 

Ein schneller Ausbau der digitalen Kommunikation im Gesundheitswesen ist dringend notwendig, um die medizinische Versorgung zu verbessern. Eine Schlüsselrolle nimmt dabei die elektronische Patientenakte ein.

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Neue Versorgungsformen erfordern auch eine neue Arbeitsteilung zwischen ärztlichen und nichtärztlichen Berufen. Wichtig werden neue, eigenständige Berufe wie die Medizinassistenz, auch zur Entlastung von Ärztinnen und Ärzten.

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Die bisherige Notfallversorgung wird sektorenübergreifend organisiert, dazu richten die Länder Integrierte Leitstellen ein. Als zentrale Anlaufstellen für Patientinnen und Patienten im Notfall entstehen Integrierte Notfallzentren an den Krankenhäusern.

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Grundlage für die Schaffung neuer, sektorenübergreifender Versorgungsstrukturen ist eine umfassende Krankenhausstrukturreform. Zur Verbesserung der Versorgungsqualität werden Krankenhäuser nach dem Grad ihrer Spezialisierung in drei Versorgungsstufen gegliedert.

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Damit die Versorgung auch in ländlichen Regionen sichergestellt ist, werden neue sektorenübergreifende Versorgungsstrukturen aufgebaut. Für den Übergang benötigen Krankenkassen die Lockerung gesetzlicher Restriktionen, besonders bei Vergütung und Finanzierung.

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Ambulante und stationäre Leistungen sollen in Zukunft gemeinsam und aufeinander abgestimmt geplant werden. Die gemeinsame Selbstverwaltung legt den Leistungskatalog für eine sektorenübergreifende Versorgungsplanung fest.

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Um den tatsächlichen Versorgungsbedarf in den Regionen bestimmen zu können, müssen zuverlässige Daten vorliegen. Ein unabhängiges Institut ermittelt Referenzwerte für den Versorgungsbedarf aus einem bundesweiten Datensatz, dem "empirischen Anker".

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Auf Landesebene wird ein gemeinsames Landesgremium für die sektorenübergreifende Versorgung fest etabliert. Es setzt die Vorgaben der gemeinsamen Selbstverwaltung auf Bundesebene zur Versorgungsplanung um.

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Der Sicherstellungsauftrag für die neuen sektorenübergreifenden Leistungen verbleibt zunächst bei den Kassenärztlichen Vereinigungen im Einvernehmen mit dem Land. Nach einer Übergangszeit erfolgt die Sicherstellung im Einvernehmen mit den Partnern der sektorenübergreifenden Landesgremien.

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Für die sektorenübergreifenden Leistungen wird eine einheitliche und angemessene Finanzierungsbasis geschaffen. In einem modularen Vergütungssystem wird eine Basisvergütung für die jeweiligen medizinischen Leistungen durch weitere Vergütungsbestandteile ergänzt.

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