Frau sitzt am PC im Büro

Studie zur Digitalisierung der Arbeitswelt

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt grundlegend. Die Barmer erforscht dies zusammen mit der Universität St. Gallen.

Repräsentative Längsschnittanalyse 2018

Im Juni 2018 hat eine repräsentative Längsschnittanalyse mit über 8.000 Teilnehmern stattgefunden. Die Ergebnisse liegen jetzt vor. Sie belegen:

  • Die Digitalisierung am Arbeitsplatz kann die Gesundheit und Zufriedenheit von Arbeitnehmern stärken. Dies gilt umso mehr, wenn die Beschäftigten den Einsatz digitaler Technologien zu Arbeitszwecken während der Freizeit begrenzen.
  • Laut der Studie haben 46 Prozent der Beschäftigten zumindest teilweise flexible Arbeitszeiten und -bedingungen, die auch durch die Digitalisierung möglich sind. Dies kann gesundheitsförderlich wirken und Erschöpfung bei den Beschäftigten reduzieren.
  • 26 Prozent aller Beschäftigten fühlen sich unter anderem durch den Einsatz digitaler Technologien nervös oder gestresst. Das zeigt, wie wichtig Betriebliches Gesundheitsmanagement ist. Unternehmen sollten dies im Sinne der Belegschaft und im eigenen Interesse ausbauen, damit die Digitalisierung die Arbeit erleichtert und nicht zur Belastung wird.

Studie zur Digitalisierung 2016

In einer exklusiven Studie in Kooperation mit der BILD am Sonntag und dem Projektpartner Deutsche Telekom sollte bereits 2016 festgestellt werden, welche Auswirkungen die Digitalisierung der Arbeit auf die Gesundheit von Beschäftigten hat. Dazu wurden im Juli und August 2016 ebenfalls mehr als 8.000 Teilnehmer befragt.

Das Ergebnis wurde 2016 bei einer Podiumsveranstaltung in Berlin zusammen mit Arbeitsministerin Andrea Nahles vorgestellt. Es zeigt:

  • Die Digitalisierung ist in der Erwerbsbevölkerung voll angekommen.
  • Negative Folgen sind Einschlafschwierigkeiten, Kopf- und Rückenschmerzen oder das Gefühl des Ausgebranntseins.
  • Flexible Arbeitszeiten haben positive Effekte auf die Erwerbstätigen, ebenso Sport und eine gute Beziehung zur Führungskraft.

Insgesamt steht die Mehrheit der Befragten der Digitalisierung optimistisch gegenüber. Das gilt sowohl für jüngere als auch ältere Arbeitnehmer. Damit zeigt sich, dass der digitale Wandel in allen Altersschichten und Berufsgruppen angekommen ist.

Webcode dieser Seite: u000213 Autor: Barmer Erstellt am: 28.09.2016 Letzte Aktualisierung am: 30.10.2018
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