Meldungen zur Gesundheitspolitik

Berlin kompakt: „Die Regierung muss ins Handeln kommen“ | Apothekenreform im Kabinett verabschiedet

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Die Erwartungen an die Bundesregierung für 2026 sind hoch. Eine wirksame Strategie zur Stabilisierung des Gesundheitssystems ist bislang nicht erkennbar. Nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden der Barmer, Prof. Dr. Christoph Straub, muss die Regierung jetzt ins Handeln kommen.

Reformvorschläge lassen auf sich warten

Straub vermisst bislang konkrete Vorschläge zur Stabilisierung von gesetzlicher Krankenversicherung und sozialer Pflegeversicherung. Die aktuelle Finanzsituation erfordere kurzfristige Maßnahmen, damit Luft für die anstehenden Strukturreformen bleibe. Straub ist überzeugt, dass die finanziellen Probleme auf Dauer nur gelöst werden können, wenn das Gesundheitswesen effizienter und die Versorgung konsequent an Qualitätskriterien ausgerichtet werde.

Globalbudget zur kurzfristigen Entlastung des Gesundheitssystems erforderlich

Zur finanziellen Entlastung schlägt Straub einen Ausgabendeckel über alle Leistungsbereiche vor, also ein Globalbudget für alle relevanten Akteure im Gesundheitswesen. Damit könne man sehr schnell die kurzfristig notwendigen Einsparungen erzielen. Doch ersetze ein Globalbudget nicht die notwendigen Strukturreformen.
Im Interview fordert Straub weitere Maßnahmen, um die Finanzierung des Gesundheitssystems dauerhaft sicherzustellen. Mehr dazu in Berlin kompakt.

Weiteres Thema des Newsletters:

Apothekenreform im Kabinett verabschiedet

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Apothekenversorgung beschlossen. Der Regierungsentwurf enthält eine Konkretisierung zu den geplanten erweiterten Austauschmöglichkeiten von Arzneimitteln durch Apotheken. Nach Ansicht der Barmer ist diese Klarstellung zwingend notwendig.