Meldungen zur Gesundheitspolitik

Anstieg der COVID-19-Erkrankungen vor allem bei Jüngeren

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Innerhalb von vier Wochen sind die COVID-19-Infektionen in der Gruppe der bis 39-Jährigen um 31 Prozent gestiegen. Zugleich gab es in der Gruppe der über 40-Jährigen lediglich einen minimalen Anstieg. Dies zeigen Barmer-Versichertendaten, die im Zeitraum vom 21. Juni bis 18. Juli 2020 ausgewertet wurden.

Berlin, 10.08.2020 – Der Vorstandsvorsitzende der Barmer, Professor Doktor Christoph Straub, warnt vor einer möglichen Gefährdung von Menschenleben durch das Nichteinhalten der bekannten Abstands- und Hygieneregeln. Der Aufruf ist besonders an die jüngeren Bevölkerungsgruppen gerichtet, da vor allem in dieser Gruppe ein starker prozentualer Anstieg zu sehen ist. In den vergangenen Wochen hat sich der Eindruck durch Medienberichte verstetigt, dass eine gewisse Sorglosigkeit unter Jüngeren das Infektionsgeschehen erneut anfachen könnte. Die Entwicklung der Fallzahlen fiel zuletzt auf regionaler Ebene unterschiedlich aus. Im Zeitraum von der 26. auf die 29. Kalenderwoche verzeichneten Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Bayern mit jeweils einer Veränderung von rund 30 Prozent den höchsten Anstieg. Gleichzeitig gingen in Sachsen und Brandenburg die Zahlen deutlich zurück.

Diese regionalen und demografischen Entwicklungen sind in jedem Fall eine Warnung vor einer möglichen zweiten Welle der Corona-Pandemie. Mit gezielten Informationen zu Gefahren von COVID-19 und entsprechenden Gegenmaßnahmen kann der schleichenden Sorglosigkeit entgegengewirkt werden. Angesichts der bundesweit sommerlichen Temperaturen gilt es dem Virus in einer sensibilisierten Bevölkerung möglichst wenig Raum zu gewähren. Die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene und Alltagsmasken) sollen dafür als Leitfaden dienen.

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