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Telemonitoring für Menschen mit fortgeschrittener Herzschwäche startet

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Die lückenlose telemedizinische Betreuung von Patientinnen und Patienten mit einer fortgeschrittenen Herzschwäche findet Einzug in die Versorgungspraxis. In diesem Monat wurden die neuen Leistungen zum Telemonitoring in den EBM aufgenommen und können somit in den Praxen abgerechnet werden. Gemeinsam mit der Charité hatte die Barmer die telemedizinische Behandlungsmethode für Menschen mit Herzinsuffizienz bereits früh über einen Vertrag der Besonderen Versorgung ermöglicht.

Berlin, 27.01.2022 – Die fortgeschrittene Herzschwäche ist eine schwere Erkrankung, die zu den häufigsten Todesursachen gehört – sie wird jährlich bei circa 500.000 Menschen in Deutschland diagnostiziert. Seit Jahren werden deshalb Behandlungsmethoden auch im Bereich der Telemedizin erprobt, die zu spürbaren Verbesserungen bei der Versorgung der Patienten führen sollen. Der Gemeinsame Bundesausschuss fasste im Dezember 2021 einen Beschluss, mit dem das Telemonitoring bei Herzinsuffizienz in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen wurde.

Wesentlich für den neuen Versorgungsansatz ist die enge Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und den telemedizinischen Zentren, sowie die kontinuierliche Erfassung der Vitalparameter. Die Patienten erfassen dazu täglich selbst ihre Daten zu Herzschlag, Sauerstoffsättigung oder Blutdruck. Die Übertragung dieser Werte an das telemedizinische Zentrum erfolgt automatisch. Wenn Werte nicht im Normbereich liegen, können Ärztinnen und Ärzte umgehend reagieren. Mit dem neuen Angebot kann eine qualitativ hohe medizinische Versorgung auch in ländlichen Regionen gesichert werden. Hohes Potential für eine verbesserte Behandlung bieten perspektivisch auch Daten aus der elektronischen Patientenakte.

BARMER als Wegbereiter für die neue Versorgungsform

Der Weg für die neue Versorgungsform wurde durch verschiedene Forschungsprojekte zur telemedizinischen Behandlung im Bereich der Kardiologie bereitet. Schon 2005 arbeiteten Charité und Barmer im Rahmen des Projekts „Partnership for the Heart“ zusammen. Die Barmer hat auch die sogenannte Fontane-Studie begleitet und konnte wichtige Versorgungsdaten beisteuern. Weil sich bei der Erprobung telemedizinischer Behandlungsmethoden deutliche Potenziale für die Versorgung einer spezifischen Gruppe von Patientinnen und Patienten mit einer Pumpschwäche des Herzens zeigten, hatte die Barmer mit der Charité dazu einen Versorgungsvertrag abgeschlossen, mit dem die neue telemedizinische Versorgung bereits frühzeitig angeboten wurde.

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